Montag, 26. Dezember 2011

Bis nächstes Jahr!

Am Mittwoch geht es los mit unsrem ersten Trip: Cairns und Airlie Beach. Ich freue mich ja wirklich total. Um das ganze aber wirklich genießen zu können, muss ich morgen erst mal zum Arzt und mir was gegen das Fieber, die Erkältung und die Mandelentzündung geben lassen. Das hätte ja auch früher kommen können, dann wäre ich jetzt schon wieder fit. Naja, was will man machen, ich hoffe jetzt einfach, dass die Medizin mich wieder reisefähig macht.
Während sich Queensland inzwischen auf die Fluten vorbereiten soll (wenn denn welche kommen), entfliehen wir also erstmal ein paar Tage der 'Gefahr': Das mit dem Vorbereiten ist auch nur so ne Vorsichtsmaßnahme wegen den letzten Fluten. Deshalb gibt es im Fernsehen eine Art Werbung, die einem rät, genügen Vorräte für drei Tage zu kaufen. Eigentlich regnet es im Moment aber nichtmal wirklich viel, nur ab und zu mal, es hat also noch niemand Angst.

Ich verabschiede mich also jetzt erst mal bis Januar von Euch. Kommt gut ins neue Jahr! 

Bis 2012!

Sonntag, 25. Dezember 2011

Happy australian Christmas

Wer zum Teufel kam auf die Idee, Santa Claus über Nacht kommen zu lassen, damit früh um sechs Geschenke unter dem Baum liegen? Mein Tag hat also noch früher als sonst begonnen, weil die Kids natürlich super aufgeregt waren und schon um fünf Uhr aufgestanden sind. Ich hab mir ein bisschen länger Zeit gelassen und bin erst um sechs Uhr zur Bescherung dazu gestoßen. Evie war noch in ihrem Bett, Lani und Charlie haben wie wild ihre Geschenke aufgemacht und Scott und Vanessa haben auf dem Sofa mit dem Schlaf gekämpft. Für mich gab es auch noch ein paar mehr Geschenke. Meinen kleinen 'Keep calm and rock on'-Block habe ich mir selbst gegönnt, der Rest kommt von der Familie. Das Känguru soll jetzt immer mit mir mitkommen, wenn ich verreise. Als Beweis gibt es dann immer ein Bild von dem kleinen Kerlchen. Wie es heißen soll, weiß ich noch nicht, aber da fällt mir bestimmt noch was nettes ein. Nach dem frühen Start ging es dann mit Oma Heather nochmal in die Kirche. Diesmal nur sie und ich, was schön war. Schön ruhig. Leider hat jede Ruhe mal ein Ende und so musste ich nach einer guten Stunde wieder zurück in das "verrückte Haus" (so nennt es Vanessa liebevoll), wo ich gleich mal von einem kleinen "Ritter" mit seinem Laserschwert angegriffen wurde und ich mir Dank eines Holz-Puppenwagens an den Beinen ein paar blaue Flecke mehr eingefangen habe (Evie fand es super witzig, den gegen alles zu fahren, was standhielt)...
Zum Mittagessen waren wir dann bei Heather und ihrer Tochter eingeladen. Leider kamen wir etwas zu spät, weil gestern abend anscheinend jemand mit dem Licht in Vanessas Auto gespielt hatte und die Batterie somit über Nacht leer wurde. Scotts Auto war voll von Brettern und anderen Bauutensilien, damit konnten wir also auch nicht fahren - zumindest nicht alle. Gott sei Dank, gibt es ja liebe Omas, die auch ein Auto haben. Heather kam also kurzerhand vorbei, um Evelyn und mich abzuholen und dann gab es eeeeendlich was zu essen. Erst habe ich mir den Bauch - wohlgemerkt draußen auf der Terasse, es war nämlich ein super schöner Sommertag -mit lecker Mango, Ananas und Melone vollgeschlagen, dann gab es die eigentliche Vorspeise: Fischsuppe. Mhhh und das, wo ich doch eh so ein Fisch-Fan bin. Naja, Lore und ich haben ja den Deal, dass ich erstmal alles esse, was auf den Tisch kommt. Die Suppe selber und die Garnelen hab ich sogar runtergebracht, die restlichen Stücke hab ich dann aber doch weggelassen. Das Hauptgericht war besser: Truthahn, Schinken, Kartoffeln, Gemüse und Salat. Oh, und Honig-Kartotten - yum yum. Danach noch Plumpudding mit Eis, Vanillesoße und Sahne. Und dann war es auch wirklich genug. Das Haus war übrigens super süß weihnachtlich dekoriert. Überall waren Zuckerstangen, Knallbonbons, Weihnachtskarten und sonstiger Schnick-Schnack verteilt. Ich bekam sogar mein eigenes Namensschildchen: ihr dürft mich von jetzt an "Katerina" nennen ;)
Während des Essens hab ich schon gemerkt, dass ich mich irgendwie nicht sooo gut fühle (ich hatte ja schon die letzten Tage wieder Mandelentzündung). Vanessa hat dann gemerkt, dass Charlie auch Fieber hatte. Naaaa prima! Wir haben dann noch Geschenke mit den Kleinen ausgepackt und dann haben sie mich nettwerweise heimgefahren. Da hat sich dann rausgestellt, dass ich auch Fieber habe. So ein Mist! Warum denn ausgerechnet an Weihnachten? Und außerdem fliegen wir doch bald nach Cairns. Den Rest des Tages habe ich also allein daheim in meinem Bett verbracht... Naja, Weihnachten war eh nicht wirklich wie Weihnachten, also ist es nicht ganz so schlimm. Ich höre hier jetzt dafür Weihnachtslieder rauf und runter und schau ab und zu mal nen netten Weihnachtsfilm. Das muss reichen! Hoffentlich geht es morgen besser, weil ich doch eigentlich zu Weihnachten ne Kinokarte für 'We bought a Zoo' bekommen habe. Und da wollen wir ja morgen gleich rein.



Samstag, 24. Dezember 2011

 Ich wünsche Euch allen Frööööhlich Weihnachten!

Ein bisschen traurig bin ich ja schon, dass ich nicht daheim feiern kann. Hier ist alles so anders. Wir hören zwar Weihnachtslieder und schuen Kochsendungen, in denen alle ihre Freunde bekochen, aber es ist eben nicht das gleiche. Wir feiern ja eh erst morgen. Heute abend geht es aber immerhin schonmal in die Kirche. Genießt die Feiertage!

Freitag, 23. Dezember 2011

Mein 2011

Da bald Weihnachten ist und ich danach ja gleich nach Cairns gehe, poste ich meinen 'Jahresabschluss' lieber gleich mal heute. Silvester selbst verbringe ich übrigens um 15:00 Uhr deutscher Zeit in Airlie Beach (also am Great Barrier Reef). Ich bezweifle, dass ich ohne Kälte und ohne Panik vorm Feuerwerk (man darf in Australien selbst keins machen) wirklich realisiere, dass das alte Jahr dann vorbei ist, aber gut, das muss ich wohl in Kauf nehmen. :)
Im Nachhinein betrachtet ging dieses Jahr wieder rasend schnell vorbei. Und wie jedes mal gibt es tausend Erinnerungen. Aber trotzdem war 2011 besonders. Im Januar war ich noch daheim, 18 Jahre alt, vergeben und ohne Schulabschluss. Jetzt bin ich ein Jahr älter, hab mein Abi, mein Singleleben und bin am anderen Ende der Welt. So weit die Kurzfassung. Dazwischen gab es natürlich noch so viele andere tolle Momente. Fasching; Urlaub in Ägypten; unzählige kleine Festchen, an die ich mich teilweise leider nur noch grob erinnern kann; viiiel Sommer genießen; die 1200-Jahr-Feier und das Ritterlager; mein Geburtstag am Karfreitag wird mir wohl auch ewig in Erinnerung bleiben; die Kirchweih; all die Überraschungen zum Abschied und noch so viele kleine Details, die 2011 eben so besonders gemacht haben. Alles in allem hat sich wirklich mega viel getan, aber letztendlich bin ich froh, dass alles so war, wie es eben war. Ich freue mich schon auf 2012, auf alles was das Jahr so mit sich bringt und auf einen neuen Sommer mit Euch.

Ich wünsche euch schonmal einen guten Rutsch!



Mittwoch, 21. Dezember 2011

Australisch- Heilig Kreuz

What a day! Eigentlich hatte ich erwartet, dass es heute eher entspannt wird mit den Kids: ein bisschen im Garten spielen, ein bisschen im Pool planschen, zwischendurch ein paar Snacks und das war's. Vanessa hatte aber ganz andere Pläne. So hat sie Lani, Charlie und mich um neun Uhr ins Kino gefahren. Sie hatte Karten für "Arthur Christmas" reserviert. Zm Glück war es eher eine Kindervorstellung (wer sonst schaut sich Mittwoch früh um neun auch einen Kinderfilm an?!), da war es nicht so schlimm, wenn die Beiden mal das reden angefangen haben oder so. Das heißt, es war für mich viiiiel entspannter. Der Film war wiklich nett, ich stehe ja total auf solche Animations- oder Disney-Filme. Nach ein paar Stunden ging es dann wieder nach Hause, wo schon die nächste Überraschung wartete: Vanessas Cousin war zu Besuch. Er hat dann geholfen, die Kinder zu unterhalten und meine Gastmutter kam gleich auf die Idee, ihn zu fragen, ob er nicht mal mit mir weggehen will ("sie kommt im Moment so selten raus"). Da hatte der Arme ja eigentlich gar keine Chance 'nein' zu sagen. Morgen Abend gehen wir dann zusammen Essen oder so. Ich bin ja gespannt!
Als wäre das alles nicht genug Aufregung an einem Tag, ging es dann nach dem Abendessen noch zum eigentlichen Highlight: Die Weihnachts-Lichter. Heather, die Oma, hatte mir schonmal erzählt, dass wir ein Haus anschauen wollten, das schön dekoriert ist. 'Naja', habe ich gedacht 'das wird so sein wie die meisten Häuser daheim'. Schon als wir hingefahren sind, habe ich dann aber doch gemerkt, dass das ganze etwas größer wird. Es stehen da extra Männer, die den Verkehr regeln und eigentlich kriegt man - wenn man nicht unwahrscheinlich Glück hat -  gar keinen Parkplatz. Es gibt in Deutschland ja viele Häuser, die beleuchtet sind, aber sowas habe ich auch noch nie gesehen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Australier alle riesengroße Grundstücke und Häuser haben. Da passt schon einiges an Deko drauf. Uns erwartete also eher ein Park als ein Haus. Den Eindruck vom Park hat auch die Tatsache noch unterstützt, dass man das ganze nicht nur von der Straße aus betrachten kann, sondern das Tor offen ist (ein großes Schild mit Öffnungszeiten hängt davor) und man einfach reinspazieren kann. Überall, wirklich überall, sogar auf dem Boden selbst, waren Lichter, Weihnachtsdekroation, singende Nikoläuse und Rehntiere verstreut. Dazwischen konnte man Getränke und Snacks kaufen (leider keinen Glühwein, keine gebrannten Mandeln oder sonstige Leckereien) und sich von einer kleinen Kapelle ein paar Weihnachtslieder vorspielen lassen. Wenn es nicht so warm gewesen wäre und die Lichterketten anstatt an Palmen an Tannen gehangen hätten, hätte ich fast ein bisschen Weihnachtsstimmung abbekommen. Das ganze hat mich wirklich extrem an zwei gewisse Häuser am Heilig Kreuz erinnert :) Das lustige war nämlich: Das große Grundstück war bunt beleuchtet, gegenüber war ein Haus, das auch mega viel Beleuchtung hatte, aber alles in weiß. Naaaa fällt euch was auf? :)

Die schlechte Bildqualität liegt an der Handykamera - sorry!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Santa Claus is coming to town... *lalala-lalala

Das war er gestern also: mein letzter freier Tag vor Weihnachten. Und es gab noch sooo viel zu erledigen! Ich hab mich früh mit Annika in der Stadt getroffen, um noch ein bisschen was für Cairns zu besorgen. Zum Beispiel habe ich noch einen Rucksack gebraucht, einen Bikini, der mir nicht bei jeder Welle vom Laib gerissen wird, und und und. Dazwischen waren dann noch ein paar Sachen, die ich eigentlich nicht unbedingt gebraucht habe, die aber trotzdem zu schön waren, um sie nicht mitzunehmen. So kann ich jetzt mit Stolz sagen: mein Kleiderschrank wächst und gedeiht - genau wie die Besitzerin, nach den ganzen Weihnachtsleckereien...
Wie das in der Vorweihnachtszeit eben so ist, war wahnsinnig viel los in den Läden, aber zum Glück hatten wir unsere Geschenke ja schon, und konnten so einigermaßen entspannt bleiben. Wir haben sogar die Zeit genutzt, um einen Jungen beim Akordeonspielen zuzuhören. Das war irgendwie total komisch. Das verbinde ich so mit Deutschland, mit alten Männern, die in der Wirtschaft sitzen und den Gästen was vorspielen, aber auf gar keinen Fall mit Australien und schon gar nicht mit solch einem 'mega coolen' Jungen.
 Nachmittags habe ich mich dann nochmal mit Clancy, meiner neuen Gastmutter ab Januar, getroffen. Sie hat mich - lieb wie sie ist - abgeholt und dann sind wir vor dem ganzen Trubel in ihr Haus geflohen. Ich bin immernoch erstaunt, wie ruhig es in einer Großsstadt sein kann. Und sie leben wirklich nicht weit außerhalb. Die Oma aus Sydney war zu Besuch und zur Feier des Tages wurden gleich noch mehr Plätzchen gebacken. Lecker, lecker, nur leider reines Gift für die Bikinifigur, die ich doch so gerne in Cairns hätte.
Santa war auch schon brav und hat mir bei Clancy ein Päckchen hinterlassen: ein super süßes Buch mit Postkarten und Umschlägen darin (falls ich mal einen Brief nach Deutschland schicken mag). Ich hatte den Kids Rehntiergeweihe und rote Blink-Nasen gekauft. Der Große will seines erst an Weihnachten aufsetzen, der Kleine hat es gleich mal ausprobiert. Putzig!

Leider war mein freier Tag viiiiiiel zu schnell vorbei. Genau, wie die Wochenenden immer zu schnell vorbei sind, oder Feiertage, oder Ferien... Da wartet man ewig drauf und dann?! Schwupp, vorbei. War aber halb so schlimm, heute früh kam dann nämlich gleich die nächste Weihnachts-Überraschung: Vanessa lädt mich am Freitag ins Nussknacker-Ballett ein. Ich freue mich jetzt schon riesig. Daheim komme ich leider viel zu selten dazu,  mir was anderes als einen Kinofilm anzuschauen, deswegen ist das wirklich was besonderes. So ein bisschen Kultur sollte ja schon ab und zu mal sein. ;)
 Ansonsten gibt es nicht viel neues. Es kehrt so langsam Alltag ein, würde ich sagen - jetzt, wo ich doch eh nicht mehr lange da bin. Ich verbringe die Tage im Moment damit, das Haus in Ordnung zu halten, die Kinder zu beschäftigen, und wenn die Sonne scheint, genehmige ich mir auch ab und zu mal ein kleines Päuschen unter den Palmen. Ein ganzes Jahr lang Sommer hat eben doch auch seine guten Seiten, auch wenn man dann leider seeehr sehr lange keinen Schnee zu Gesicht bekommt.

Montag, 19. Dezember 2011




... but it's not like Christmas at all! ...



 Egal, was ich mache, um es ein bisschen weihnachtlicher zu machen: Nichts hilft. Ich habe fast jeden Tag Plätzchen gebacken, hab mir Schneesterne gebastelt, meine Weihnachtsdeko aufgestellt, Weihnachtsfilme geschaut und war heute sogar in der Adventsandacht in der Kirche. Aber irgendwas fehlt. Wahrscheinlich ist es einfach die Kälte, der Schnee, der Adventskranz, die beleuchteten Häuser und die Weihnachtsmusik im Radio. Da sind soooo viele Sachen, die doch einfach dazu gehören. Wahrscheinlich ist es wie mit so vielem: man wird am meisten von dem geprägt, was man als Kind so erlebt hat. Ich war auf wahnsinnig vielen Weihnachtsmärkten, wo es überall nach Glühwein und gebrannten Mandeln gerochen hat, ich habe den Adventskranz mit meiner Mutter gemacht -ok, ich habe wahrscheinlich meistens nur so getan und eigentlich von der Arbeit abgehalten- , wir sind extra zu den beleuchteten Häusern gefahren, damit ich sie bestaunen konnte, wir haben zusammen Plätzchen gebacken, der Nikolaus kam (bis ich mich irgendwann gewundert habe, warum der die gleichen Hausschuhe hat wie mein Vater), ich habe Unmengen von Weihnachtsmusik und Weihnachtsgeschichten gehört, ich war auf verschiedenen Weihnachtsfeiern... am meisten ist mir die Weihnachtsfeier vom Sportverein in Erinnerung geblieben: Christstollen, "Süßer die Glocken nie klingen", Weihnachtsgeschichten und die Tombola, das Highlight des Abends. Ich hätte mich sicherlich mit den anderen Kindern geprügelt, nur damit ich noch einmal mehr vor laufen kann und 'meinen' Gewinn abholen kann. Und natürlich dann Heilig Abend: Erst Christbaum schmücken, die Geschenke mit viel Hingabe unter dem Baum verteilen, Bescherung und dann Abendessen in Zeil. Schön!
Wie schon gesagt: Manche Sachen habe ich hier, manche aber auch nicht, und das ist es wahrscheinlich, warum ich keine Weihnachtsstimmung habe. Es ist nicht weiter schlimm, ich bin nicht so in Weihnachten vernarrt, dass ich jetzt traurig wäre deswegen. Nur ist es irgendwie komisch, wenn man beobachtet, wie alle um einen herum ganz aufgeregt sind wegen Weihnachten, wie verrückt planen, nur noch "Weihnachts-shirts" mit der Aufschrift: Hohohohoho oder mit lustigen Rehntieren drauf tragen, und man selber seelenruhig daneben sitzt und den Sommer genießt. Das ist wohl das größte Problem. Wie soll man denn auch beim BBQ mit Freunden im Garten unter Palmen in Weihnachtsstimmung kommen?



Sonntag, 18. Dezember 2011

New Zealand? Yes, please!

Nicht mehr lange, bis ich hier das erste mal auf Reisen gehe. 10 Tage, um genau zu sein. Und da fragt mich doch heute Vanessa, ob ich nicht Lust habe, an Ostern mit ihnen nach Neuseeland zu gehen. Oh Gott, das wäre mega! Ich hatte sowieso überlegt, einen Abstecher dorthin zu machen, weil es ja wirklich nicht weit ist und ich da die Chance schon mal ergreifen sollte. Wir haben weiter noch nicht drüber geredet, wohin sie genau gehen, wie lange und was es kosten soll, es ist also noch alles offen, aber ich freue mich trotzdem total. Wäre echt zu schön, wenn das klappen würde.
Ich kann es ja jetzt schon kaum erwarten, endlich ein bisschen zu traveln! Endlich mal wieder ein paar Tage ohne Diskussionen mit den Kids, warum sie ihren Teller leer essen sollen, warum sie ihre Sachen wegräumen sollen und ohne Windeln wechseln. Wundervoll! Vor allem freue ich mich aber darauf, endlich mal wieder wegzugehen. Endlich wieder mal eine Stunde lang überlegen, was ich anziehen soll, was ich mit meinen Haaren mache und dann die Nacht durchfeiern! Jippie - nach drei Wochenenden arbeiten ist das wirklich ein Traum!

Freitag, 16. Dezember 2011

 ...

"There's something,
something about this place.
Something about lonely nights
and my lipstick on your face."

...

('You and I' - Lady Gaga)

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Über Oma

Es ist mir immernoch ein Rätsel, warum es in Australien so viele deutsche Begriffe gibt, die offenbar kein Mensch versteht. 'Über' spielt dabei eine wichtige Rolle. Keine Ahnung, ob ich das schonmal erwähnt habe. Die Australier denken offenbar, dass 'über' sowas heißt wie 'super'. Über Charlies Bett hängt dieses Bild 'Über Charlie, über cute'... Vor allem die erste Zeile irritiert mich ja irgendwie. In Brisbane gibt es auch einen Club der 'Über' heißt. Ich war da zwar noch nie, hab ihn aber im Vorbeifahren gesehen. Ich frage mich wirklich, wer für diesen 'Über'-Wahn verantwortlich ist. Aber wenn einer in diesem Haus so ein Bild über dem Bett verdient hat, ist es wohl Heather, die Oma. Seitdem Vanessa im Krankenhaus ist, ist sie jeden Tag hier und hilft mir mit den Kindern und mit dem Haushalt. Sie ist zwar nicht den ganzen Tag lang da (braucht sie auch eigentlich nicht, sooo viel Arbeit ist es auch nicht), aber meistens kocht sie Abendessen und hilft aufräumen und die Kinder ins Bett zu bringen. Tolle Oma! Eine 'Über Oma' sozusagen! Am Sonntag gehe ich mit ihr in die Kirche. Sie hat mich gestern gefragt, ob ich denn mal mit möchte und da sage ich doch nicht nein. Ich muss mir auch auf jeden Fall noch was einfallen lasse, was ich ihr zu Weihnachten schenke. Wir sind nämlich bei ihr zum Essen eingeladen. Eigentlich soll ich ja nichts mitbringen hat sie gesagt, aber ich finde schon, dass sie was bekommen sollte, nach allem, was sie hier so macht. Heute abend hat sie wieder gekocht. Naja gut, so richtig habe ich mich an das Essen noch nicht gewöhnt, es gibt meistens "Braten" - ohne Soße - , gegartes Gemüse - ungewürzt - und entweder gekochte Kartoffeln oder Kartoffelbrei... Ein bisschen eintönig mit der Zeit aber besser als jeden Abend Fast Food, was auch in vielen Familien vorkommt. Ich habe mich um den Nachtisch gekümmert, ich habe heute nämlich nicht gebacken, sondern Schoko-Crossies gemacht. Ich finde sie ganz gut, nur leider muss man sie direkt aus dem Kühlschrank heraus essen, weil sie bei den australischen Temperaturen sofort zwischen den Fingern schmilzen... also leider nichts mit gemütlich im Bett vor dem Fernseher essen.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Vive la France!

Habt ihr schonmal 'französisches Nougat' probiert? Ich war heute wiedermal im Back-Wahn und hatte mir vorgenommen, Nougat-Plätzchen zu machen. Dann also mal ran an die Arbeit! Glücklicherweise hatten wir gestern schon alles eingekauft, was wir so dafür brauchen, damit ich heute nur noch alles zusammen mischen musste. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht in Australien leider ein bisschen anders aus. Auf dem Rezept stand 'Butter und Nougat in kleine Würfel schneiden'. Mit der Butter war das kein Problem, nur als ich das Nougat ausgepackt habe, ist mir schon gedämmert, dass ich eventuell etwas improviesieren muss. Statt normalem, braunem Nougat hat mich nämlich weißes, mit vielen kleinen Stückchen von buntem etwas gespicktes "Nougat" erwartet. Ich habe dann nochmal auf die Verpackung geschaut und da stand 'French Nougat'. Hmm... und warum ist jetzt dieses französische Zeug ganz anders als unser Nougat, heißt aber genauso?? Es hätte ja sein können, dass es genauso schmeckt, nur anders aussieht. Todesmutig habe ich also probiert und festgestellt: Iiiih! Es hatte irgendwas von super süßem Kaugummi, dazwischen ein paar härtere Stückchen und hat den Namen 'Nougat' absolut nicht verdient! Gott sei Dank bin ich ja so flexibel und habe dann einfach kein Nougat verwendet, dafür ein bisschen Kakao. Meine Plätzchen erinnern jetzt farblich und geschmacklich eher an Peanutbutter (die 'gemahlenen Haselnüsse' sind hier eher gehackt, sodass der Teig größtenteils aus Nussstückchen bestand) aber ich habe sie dann noch mit viiiiiel Nutella gefüllt und mit Schoko-Glasur bestrichen. So habe ich letztendlich doch noch was genießbares hinbekommen - ohne französisches Nougat!

Montag, 12. Dezember 2011

Absolut gelungen!

Wie euch sicher allen bewusst ist (und da bin ich mir 100%-ig sicher, schließlich erinnere ich euch ja täglich daran), steht Weihnachten vor der Tür. Dafür braucht es natürlich auch Weihnachtsgeschenke. Also habe ich mich heute mal wieder auf den Weg in die Stadt gemacht, um aaaausgiebig Christmas-Shopping zu betreiben. Und ich muss sagen: Ich war äußerst erfolgreich. Eigentlich kann ich gar nicht warten, allen zu erzählen, wer was bekommt. Damit meine Gastfamilie aber am Ende nicht durch einen blöden Zufall erfährt, was sich in ihren Päckchen versteckt, hüte ich meine Zunge noch. - Auch, wenn ich es wirklich zu gern sagen würde! Ich bin nämlich ganz begeistert von den ganzen Sachen - am liebsten würde ich ja alles selbst wieder auspacken und behalten :)
Mittags habe ich mich dann mit Daniel getroffen, der ja seit ein paar Monaten in Sydney war. Er reist im Moment mit seiner Freundin die Ostküste hoch und dann haben wir uns heute Mittag eben kurz getroffen. Schade, dass sie beiden nicht mehr Zeit hatten. Die zwei Surf-Freaks konnten es nämlich nicht erwarten nach Noosa ans Meer zu kommen. So konnte ich ihnen nur die Innenstadt und South Bank zeigen, die ganzen andren schönen Ecken wie West End und New Farm haben sie jetzt gar nicht gesehen...
Nach meinem Ausflug war ich dann aber auch wirklich müde - ist wohl kein Wunder, wenn einem die Sonne pausenlos auf den Kopf sticht - und froh, als Scott mich um halb vier mit nach Hause genommen hat.
Ein großer Aufreger kam dann aber noch auf uns zu: Wir waren gerade ins Auto gesteigen, als Lani anrief und fragte, wann Scott denn heim käme. Wir haben dann erst noch ein bisschen rumgealbert, bis sie gesagt hat '... because Charlie's cut himself badly with a knife'. Der Arme! Wie war das doch: Feuer, Messer, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht! (Warum eigentlich "Licht"?) Er hat sich beim Versuch eine Orange zu schneiden in den Daumen geschnitten. Vanessa wollte schon den Notarzt alamieren, weil es so arg geblutet hat, Heather - die Oma- kam dann aber und hat entschieden, dass ein Pflaster völlig ausreicht. Und so war es. Das war dann wohl ein bisschen viel Aufregung um nichts, aber besser so, als wenn wir auch noch ins Krankenhaus hätten fahren müssen.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Ich bin zuhause, wo du bist - egal welches Hotel

Könnt ihr euch vorstellen, dass ich - das Kind, das vor zehn Jahren nicht eine Nacht außer Haus schlafen konnte, ohne vor Heimweh fast zu sterben - jetzt schon seit über einem Monat in Australien bin? Wenn ich so drüber nachdenke, finde ich das echt wahnsinn. Um ehrlich zu sein habe ich immer erwartet, dass ich an einen Punkt komme, an dem ich Heimweh habe, an dem ich mich nach meinem eigenen Bett in meinem eigenen Zimmer sehne, nach deutschem Essen und nach dem heimischen Bad. Und eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Gefühl gleich am Anfang kommt, wenn noch alles neu und ungewohnt ist. Aber das war nie der Fall. Es ist mir selber ein Rätsel, warum. Ich habe mich immer gleich daheim gefühlt: Am Anfang in unserem Apartment in Noosa, dann in 'The Gap' und jetzt hier in 'Everton Park'. Mein Zimmer habe ich sofort als mein Zimmer betrachtet, mein Bett als mein eigenes Bett. Das einzige, woran ich mich nie so wirklich gewöhnt habe, waren die Duschen. Die beste hatten wir denke ich in Noosa. Bei den anderen konnte man nie die Höhe des Duschkopf verstellen, bzw. kann man ihn nicht aus der Halterung  nehmen. Unsre Dusche daheim kann das alles. Ein Problem ist das aber trotzdem nicht und schon gar kein Grund, zu trauern (wäre ja auch lächerlich). Vielleicht liegt das daran, dass ich ja immer alle meine Sachen bei mir habe, die mir ein Gefühl von daheim geben, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich immer nette Familien erwischt habe, die mich sofort als 'Familienmitglied auf Zeit' aufgenommen haben. Außerdem liebe ich dieses Land, diese Stadt, die Menschen hier. Das ist wohl auch der Grund, warum die Zeit hier rennt. Es ist bald Weihnachten und genau dann bin ich zwei Monate hier (am 24.10. bin ich in Deustchland weggeflogen, am 26.10. in Australien angekommen). So langsam sollte ich mir auch mal was einfallen lassen, wie ich mir auf dem schnellsten Wege jeden Tag die deutschen Nachrichten anhören kann. Hier bin ich teilweise so abgeschottet, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was in der Welt und vor allem in Deutschland so passiert... Ist schon ein seltsames Gefühl, tagein, tagaus aus so uninformiert zu sein.
Apropos tagaus: Mein erster freier Tag geht langsam schon wieder zu Ende... Schade, ich habe das faul rumhängen wirklich genossen. Die Oma der Kids war heute da und hat uns Mittagessen gemacht: lecker French-Toast mit Schinken und Käse bzw. mit Sirup und Blaubeeren. Sie hat mich eingeladen, an Heilig Abend mit ihr in die Kirche zu gehen. Zugegeben, zuhause gehen ich ja nie in die Kirche (außer zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten), nichtmal an Weihnachten... Aber ich schaue mir den australischen Weihnachts-Gottesdienst doch gerne mal an!

Our front yard and pool

Samstag, 10. Dezember 2011

I'm dreaming of a white Christmas!

 
Mit ein bisschen Schnee wäre die Vorweihnachtszeit hier wirklich perfekt! Immerhin hat es heute morgen geregnet, was dem Tag gleich von Anfang an ein bisschen Gemütlichkeit verliehen hat. Nach dem Frühstück und nachdem die ganze Rasselbande angezogen war, habe ich mich dann mal an den Plätzchenteig gewagt. Das Dekorieren der Lebkuchen hat vorgestern ja ganz gut geklappt, es war also Zeit für eine Steigerung. Wir haben keinen Knethaken im Haus, deshalb musste ich den Teig ganz altmodisch mit der Hand kneten. Ich muss zugeben, dass ich wenig Hoffnung hatte - trotz aller Tipps und Tricks von daheim -die bröselige Masse noch zu einem Teig machen zu können, aber am Ende konnte sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Leilani, Charlie und ich haben dann fleißig Plätzchen ausgestochen, gebacken (ich hab mir wiedermal die Finger verbrannt, das war ja so klar!) und die ganzen Sterne, Kreise und Teddybären am Ende mit Erdbeermarmelade zusammengeklebt. Statt Puderzucker gab es eine Icing-Mixture, die genauso aussieht und genauso süß ist. Problematisch ist nur, dass dieses Pulver schmilzt, wenn es warm wird und so haben manche Plätzchen inzwischen keine Puderzucker-Haube mehr, sondern einen Zuckerguss obendrauf. Das Endergebnis kann sich aber wirklich sehen lassen (ohne mich jetzt selbst zu sehr loben zu wollen - Vanessa und Scott schmecken sie auch)! 

Ich genieße es im Moment richtig, dass ich in der Weihnachtszeit mal viel daheim bin - ich könnte hier ja auch nicht weg, wenn ich arbeite - und mich so ganz entspannt auf Weihnachten freuen kann. Wie schon gesagt: nur der Schnee fehlt. Es ist schon verrückt, dass man erst Plätzchen backt und dann in den Pool springt (es hatte nämlich aufgehört zu regnen). Ich habe ja jetzt bis Dienstag frei und ich hoffe, dass ich in der Stadt auch ein paar nette Weihnachtgeschenke für die Fmilie finde. Und vielleicht finde ich ja noch ein paar andere Rezepte, die ich mit den Kleinen ausprobieren kann. Zur Feier des Tages habe ich es mir inzwischen mit ein paar frischen "Terrassen" in meinem Bett gemütlich gemacht und werde dann wohl irgendwann bei "P.S. I love you" einschlafen. Ein etwas anderer Samstag Abend, wenn man bedenkt, dass ich die meisten letzten Wochenenden in irgendwelchen Clubs oder zumindest mit Freunden in der Stadt verbracht habe, aber ich mag es so. Es ist gemütlich.Schöne, schöne Weihnachtszeit!




Freitag, 9. Dezember 2011

" All the other au pairs gained of some weight while they were here
but it was their own decision - they just ate too much,
so ... it's up to you" (Leilani)

Na das sind ja tolle Aussichten... Mir haben schon so viele Au pairs erzählt, dass sie hier total zunehmen, weil sie den ganzen Tag am Essen sind und das gleiche Problem habe ich langsam auch. Vanessa backt jeden Tag Muffins, Cupcakes und Cookies für ihren Coffee-Van und ich muss dann immer probieren. Und dann ist das auch alles so lecker! Ich sollte langsam echt mal ein bisschen weniger mampfen, damit ich mich nach Weihnachten noch in Cairns im Bikini zeigen kann... Ich habe im Moment nur leider gar keine Zeit, Sport zu machen (hier gibt es sooo viele Angebote: Zumba, Salsa, Fitness-Studios), weil ich ja den ganzen Tag lang arbeite. - Morgen übrigens auch, dabei ist doch Samstag! Naja, dann geb ich wenigstens nicht wieder unnötig Geld (für noch mehr Essen) aus. Ich hoffe, die Sonne scheint morgen wenigstens wieder, so wie heute. So konnte ich den Pool mit den Kids mal richtig ausnutzen. 
Und ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe es heute doch tatsächlich mal geschafft, Auto zu fahren. Das war eine ziemlich spontane Aktion, was auch besser war, weil ich so nichtmal mehr dazu gekommen bin, mir Gedanken zu machen oder nervös zu werden. Vanessa war als 'Fahrlehrerin' dabei. Sie hatte erst ein bisschen Angst, weil ich doch solche riesen Autos nicht gewohnt bin und dann immer zu weit links gefahren bin, aber im Großen und Ganzen hat es ganz gut geklappt. Nur brauche ich wohl mal ne Fahrstunde, wenn ich wieder daheim bin, Fahren ist hier nämlich ganz anders... Zum Glück gibt es ja im Freundeskreis nette Fahrlehrer, die sich zu sowas doch bestimmt mal bereit erklären, oder? :)

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Es weihnachtet sehr

Endlich kommt mal ein bisschen Weihnachtsstimmung auf! Ich habe heute mit Charlie den Christbaum zusammengesteckt – es ist ja ein künstlicher Baum, wie in jeden australischen Haushalt. Keine Ahnung, ob es in Australien überhaupt Tannen gibt, ich hab zumindest noch keine gesehen. Nur blöd, dass wir keine Christbaumkugeln gefunden haben und so stand dann ein „nackter“ Baum im Wohnzimmer. Ich glaube, Leilani hat in irgendeinem Schrank noch ein paar Glöckchen und Kugeln gefunden, aber wirklich geschmückt sehen die Äste trotzdem noch nicht aus. Immerhin erinnert mich so ein Christbaum ein bisschen an Weihnachten daheim. Meine Gastmutter hat mich heute schon gefragt, was sie noch so machen können, damit ich mich Weihnachten hier heimischer fühle. Sie will jetzt ein paar Lichterketten an die Fenster hängen und wenn es klappt, werden morgen Terrassen-Plätzchen gebacken. Charlie hat heute schon einen Lebkuchen-Mann mit Icing, also so nem weißen Zuckerguss, Smarties und bunten Streueseln verziert. Ich hatte dabei mindestens genauso viel Spaß wie er und habe dann mit dem, was er übrig gelassen hatte, meinen eigenen Lebkuchen dekoriert. Vanessa hatte nämlich extra von ALDI eine Packung Oblaten-Lebkuchen mitgebracht. Das sind genau die gleichen, die wir in Deutschland haben. Manchmal frage ich mich ja schon, wie die Australier überhaupt wissen, was sie da kaufen, weil vieles einfach nicht übersetzt wird. Man kann, wie schon erwähnt, Oblaten-Lebkuchen kaufen, genauso wie Mandel-Spekulatius und Kinder-Surprise (also Ü-Eier). Vor dem Abendessen waren meine Gastmutter und ich noch in einem Spielwaren-Geschäft, um ein paar Geschenke für die Kleinen zu kaufen. Es war ein sooo süßer Laden, wie so viele hier. Einfach mit ganz viel Liebe zum Detail hergerichtet. Da gab es dann auch wieder einige deutsche Sachen wie zum Beispiel Spielzeug von 'Die Spiegelburg' und oft Stand die deutsche Übersetzung gleich mit vorne drauf. Leilani lernt in der Schule ja auch Deutsch. Naja gut, von lernen kann jetzt weniger die Rede sein, weil sie wirklich kein einziges Wort kann, aber ich soll ihr jetzt immer was beibringen. Das kann ja was werden - vielleicht fange ich mit ein paar Weihnachts-Begriffen an. :)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ain't no use in complaining when you got a job to do!

Ich will mich ja auch eigentlich gar nicht beschweren. Heute habe ich wirklich 12 Stunden lang auf die Kleinen aufgepasst und ich muss sagen ich hab jetzt mega Respekt vor allen Alleinerziehenden! Ok, vor den andren Eltern auch, aber die können sich wenigstens mal abwechseln. Am Ende des Tages bin ich wirklich platt. Nach dem Abendessen habe ich dann mal mit Vanessa geredet und gemeint, dass es  schon ziemlich viel ist, den ganzen Tag lang zu arbeiten und sie hat gesagt, dass es absolut ok ist, wenn ich mal ein oder zwei Stunden Pause mache. Sie ist ja selbstständig, arbeitet also manchmal auch von zu Hause aus, und dann kann sie auch zwischendurch mal aufpassen. Ich hab die Kids auch wirklich schon in mein Herz geschlossen, ich finde die Arbeit also nicht doof, nur anstrengend. Leilani, die Große, tut alles dafür, meine Aufmerksamkeit zu bekommen und ich denke, ich lade sie demnächst mal auf einen 'DVD-Abend' in mein Zimmer ein. Mädelsabend also :). Charlie ist auch ein sooo süßer Junge, er knuddelt mich die ganze Zeit und will immer getragen werden - er ist aber leider ein bisschen zu schwer. Naja, und Evelyn, unser Baby-Girl, ist natürlich auch wahnsinnig goldig. Man kann sie nie aus den Augen lassen, weil sie ziemlich gerne klettert, aber ich trag sie sowieso total gerne durch die Gegend. Schade, dass es heute nur geregnet hat und wir nicht raus konnten, dabei haben wir doch so nen schönen Pool! Hoffen wir mal, dass die Sonne bald mal wieder rauskommt! Übrigens habe ich im Moment ein bisschen Angst, dass ich mich als lebendiger Kloß in Cairns und Airlie an den Strand legen muss, weil Vanessa wirklich extrem gut kocht, nur eben auch ziemlich kalorienreich, mit viel Käse, Mayo und Sahne. Und außerdem betreibt sie ja diesen Coffee-Van, für den sie immer Süßes backen muss und das was übrig bleibt, wird dann immer daheim verteilt. Sooooo lecker!

3 angels for Katha

Montag, 5. Dezember 2011

Welcome to Everton Park

Mein erster Tag in der neuen Familie ist jetzt vorbei. Jetzt weiß ich wirklich, was es heißt, als Au Pair zu arbeiten. Die drei Kids sind wirklich süß und auch eher unkompliziert, aber sie wollen alle meine Aufmerksamkeit - und dann gibt es halt Streit. Streit schlichten gehörte bisher ja nie zu meinen Aufgaben (Noah war ja alleine) und ich muss mich auch insofern umstellen, dass ich drei Kinder gleichzeitig beschäftigen muss. Aber ich werd mich schon an mein neues Leben gewöhnen. Heute war das alte Au Pair der Familie ja noch da. Sie kommt aus England und ist echt super lieb. Der erste Rat, den sie mir gegeben hat, war: Mach dich nicht wegen allem so verrückt, mach dein Ding, die Kids sind gut drin, sich da anzupassen. Ansonsten hat sie mir natürlich auch alles gezeigt. Mich freut es wirklich, dass die Kleinen - und auch der Hund - mich wirklich mögen. Das macht es bestimmt einfacher. Trotz allem bin ich ziemlich froh, dass ich hier nicht zu lange leben muss. Die Gegend an sich ist wirklich schön, das Haus natürlich auch - mit riiiesen Garten, Palmen und Pool, aber die Busverbindungen in die Stadt sind katastrophal! Ich muss natürlich eh erstmal sehen, wie oft ich's schaffe in die Stadt zu gehen, also wie oft ich dazu Zeit habe. Ansonsten kann ich noch sagen, dass meine neuen Gasteltern auch total nett zu sein scheinen. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass ich die paar Wochen hier gut überstehen werde.

Sonntag, 4. Dezember 2011

'Cause I'm leavin on Monday morning

Morgen ist es soweit. Ich ziehe das erste mal in eine neue Familie. Das heißt, ich werde heute das letzte mal in meinem pinken Zimmer, in meinem pinken Bettchen schlafen. Irgendwie ist es schon schade, ich hab mich hier ja echt wohl gefühlt. Aber gut, ich denke, es ist auch besser für mich in Brisbane zu bleiben. Um neun Uhr holt mich morgen meine neue Gastmutter, Vanessa, ab und dann wohne ich ganz offiziell nicht mehr in 'The Gap', sondern in 'Everton Park', einem Vorort, der auch ziemlich weit außerhalb liegt. Keine Ahnung, ob ich euch schonmal mein jetziges Daheim gezeigt habe, das hier war auf jeden Fall bisher mein Reich


 Da ich ja noch nicht weiß, wie ich die nächste Zeit arbeiten muss, war ich heute nochmal mit den zwei Annikas am Strand, um den freien Sonntag zu genießen. Wir sind mit dem Auto die Sunshine Coast hochgefahren und haben hier und da mal angehalten, um das Wetter zu genießen. Zuerst musste aber Proviant her, deshalb ging es gleich mal zu ALDI, wo wir einfach nicht die Finger von Spekulatius und Schoko-Nikoläusen und Co. lassen konnten. Den Weihnachtsmann haben wir dann noch auf dem Parkplatz im Auto verputzt (die Schokolade schmilzt bei den Temperaturen ja sofort!), die Packung TimTams - auch aus Schokolade - wurde vor die Klimaanlage gelegt und mit dem Rest konnten wir und dann etwas mehr Zeit lassen. Nach der ersten Stärkung sind wir dann am ersten Strand angekommen. Ich würde jetzt gerne genauere Auskunft darüber geben, wo wir waren, leider wissen wir das selber nicht so genau. Irgendwo bei Redcliff... Es sah zwar schön aus da und es gab suuuper Live-Musik, aber mit Baden war da leider nichts, weil es kein Sandstrand war, sondern eher ein Stein-Muschel-Strand, auf dem man schon kaum laufen konnte. Egal, schön war es trotzdem und außerdem lagen ja noch ein paar tolle Ecken vor uns. Als nächstes stand Bribie Island auf dem Programm. Ich war da zwar schonmal mit Ana, weil ihre Eltern dort wohnen, jedoch nur, um den Melbourne Cup zu schauen. Heute zog es uns eher ans Meer. Wir haben ein bisschen in den Wellen geplantscht - die waren leider nicht so groß wie an der Gold Coast -, uns geärgert, dass wir noch nicht surfen können und uns in der Sonne geaalt. Soooo schön entspannend! Dann ging es nochmal weiter zu einem anderen Strand, der zwar auch hübsch war (mir hat er fast besser gefallen als der erste, weil kaum Menschen dort waren), aber leider kein Badegebiet. Die Sonne war zu dem Zeitpunkt aber eh schon hinter ein paar dicken Wolken verschwunden, das mit dem Baden wäre also sowieso 'ins Wasser gefallen'. Wir sind dann noch ein bisschen dort entland gelaufen, haben noch einen Abstecher in einen Nationalpark - oder sowas in der Art - gemacht und sind dann am Abend wieder zurück nach Brisbane gekommen. Alles in allem ein echt schöner und entspannter Tag!





Samstag, 3. Dezember 2011

Voyage, voyage

 Ich freeeue mich!
Heute war ich mit Annika und Celina im Reisebüro und habe unseren Trip nach Weihnachten gebucht.
Wir haben zwar ein paar Stunden gebraucht, am Ende war aber alles perfekt durchgeplant und alle happy.
Vielleicht wäre das alles ein bisschen schneller gegangen, wenn wir auf Anhieb das richtige Reisebüro gefunden hätten, aber es hat ja auch so geklappt. Eigentlich hatten wir sogar Glück, dass wir zuerst bei einer anderen Travel Agency gelandet sind, am Ende hat sich nämlich herausgestellt, dass die viel besser - und billiger - ist, als die, bei der wir ursprünglich buchen wollten (dort waren alle ziemlich verplant und mehr damit beschäftigt, Handybilder von sich zu machen, als für uns Preise und Angebote zu suchen...) .
 
Letztendlich sieht unser Trip also so aus:

Tag 1: Flug nach Cairns und Stadterkundung

Tag 2: Tagestour zum Great Barrier Reef auf einem Glasbodenboot mit viiiel Schnorcheln und Scuba Diving

Tag 3: Tagestour in den Regenwald (den Flyer seht ihr da rechts)

Tag 4: Busfahrt zu Airlie Beach und Silvester am Strand

Tag 5: Neujahr am Meer verbringen

Tag 6: Ein bisschen die Whitsundays erkunden und Busfahrt zurück nach Brisbane




Am 03.01 kommen wir dann Nachmittags wieder in 'der Heimat' an und ich vermute, dass wir uns dann erstmal von unsrem Trip und den Nächten im Hostel und der Busfahrt erholen müssen. Aber egal, wie anstregend das ganze wird, ich glaube, es wird super und ich freue mich echt riiiesig. Nach den drei Wochen Arbeit in meiner 'Übergangsfamilie', die im Moment ja noch vor mir liegen, habe ich mir das dann glaube ich auch verdient :)

Gott, ich bin jetzt total im Reisefieber. Ich hätte am liebsten gleich noch zehn andere Trips gebucht. Vielleicht sollte ich aber dafür erst mal noch ein bisschen Geld verdienen... Auf jeden Fall habe ich mich heute schonmal mit tausenden von Flyern und Broschüren eingedeckt, sodass ich die nächsten Tage erstmal genug zum stöbern und träumen habe.

Freitag, 2. Dezember 2011

rainy days




Hier ist ja jetzt offiziell Sommer. Und es regnet seit gestern. Okay, im Moment ist es einfach nur total bewölkt, aber gestern Nachmittag habe ich den ersten richtigen Regen in Brisbane erlebt. Nicht nur einfach so ein paar Tropfen, sondern ein wahnsinns Wolkenbruch mit Gewitter. So habe ich mir den Regen in den Tropen immer vorgestellt. Manche von euch denken jetzt vielleicht "naja, so spektakulär ist das jetzt auch nicht, in Deutschland schüttet es ja auch oft wie aus Eimern". Nur ist es halt einfach was anderes, wenn man beobachtet, wie die Palmen im Garten der Nachbarn durchgeweicht werden, als wenn man mal wieder sieht, wie ein kleiner Regenbach die Straße runterläuft. Nach der ganzen Sonne fand ich es aber auch mal ganz nett im Bett zu liegen, zu lesen und dabei dem Regen zuzusehn. Die Temperaturen sind ja trotzdem angenehm. Es ist nicht mehr so heiß wie die Tage davor und auch nicht mehr so schwül, aber trotzdem warm genug für Shorts und Flip-Flops. Leider hat mir das Wetter dann gestern auch einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn eigentlich wollte ich ja zu 'The Gap Village' - also zu dem Art Einkaufszentrum in der Nähe - fahren und ein paar Sachen kaufen, die ich unbedingt brauche (nein, das ist keine Shopping-Ausrede, ich brauche sie wirklich!). Ich wollte aber nicht tropf-nass werden, habe also mein Bett vorgezogen.
Am Abend sind Ana und Simon dann ausgegangen und ich habe auf Noah aufgepasst. Nur blöd, dass der Kühlschrank ziemlich leer war, sodass ich ratlos davor stand und überlegte, was man mit Apfelbrei, Karotten und Salami so alles auf den Tisch zaubern könnte (für Noah hatte ich zum Glück Kinder-Spaghetti aus der Dose). Wäre ich doch mal allem Regen zum Trotz einkaufen gegangen! Glücklicherweise half mir eine 'gute Fee' aus und so klopfte es um Punkt sieben an der Haustüre und der Pizzalieferant stand mit einer suuuper leckeren Pizza - for free - davor. Nochmal viiielen Dank dafür!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Got it!

Ich bin gerade von meiner 'Übergangsfamilie' zurückgekommen. Sie leben in Everton Park, haben drei Kinder, die 1, 2 1/2 und 8 Jahre alt sind. Das Au Pair, das sie im Moment haben ist wirklich nett und hat mir schonmal alles gezeigt. Sie haben mich dann gleich gefragt, ob ich denn bis Januar für sie arbeiten möchte und ich habe zugesagt. Ich habe also gerade eben meine dritte - und hoffentlich letzte - Gastfamilie gefunden. Mein Tagesablauf wird wohl komplett anders sein, als er im Moment ist. Hier habe ich ja nur Noah, und das auch nur, wenn sonst niemand da ist, wie zum Beispiel heute Abend. Es heißt dann also erstmal bye-bye freie Zeit, was aber nicht schlimm ist. Die Wochen gehen denke ich schneller vorbei, wenn ich was zu tun habe. Und ich kann ja schonmal der Woche nach Weihnachten entgegenfiebern, wenn ich mit Annika zu den Whitsundays reise. Meinen neuen Gastvater habe ich heute zwar noch nicht getroffen, dafür aber Vanessa, meine Gastmutter. Sie scheint auch ziemlich nett zu sein, ich denke also, dass ich bis Januar in guten Händen bin. - Und in einem netten Haus. Es ist nämlich die einzige Gastfamilie mit Pool :). Da das alte Au pair am Dienstag schon geht, werde ich am Montag also nach Everton Park ziehen und mir einen Tag lang nochmal alles erklären lassen und mir den Tagesablauf ansehen.
Verrückt, wie schnell das geht, oder? Ich habe innerhalb von fünf Tagen zwei Gastfamilien gefunden und somit hoffentlich meinen restlichen Australien-Aufenthalt organisiert. Auch wenn ich mich wegen dem ganzen Schlamassel nicht wirklich verrückt mache, hoffe ich trotzdem, dass ich mich die nächste Zeit mal ein bisschen 'zurücklehnen' kann, was solche Sachen wie Umzug und 'Wo werde ich Weihnachten verbringen?' betrifft. Irgendwann geht es dann nämlich doch ein bisschen auf die Nerven, wenn man jeden Tag andere Pläne schmieden muss.

Auf geht's !!

So langsam aber sicher nehmen die Reisepläne doch Gestalt an. Ich hab mich heute mit Annika in der Stadt getroffen und wir haben schon mal ein bisschen Pläne für unseren Trip zu den Whitsundays geschmiedet. Wir wollen zwischen Weihnachten und Silvester ein paar Tage dort verbringen, uns die Inseln ansehn, die weißen Sandstrände genießen und die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs erkunden. Wenn nur die Flüge nicht so teuer wären! Aber wir wollen ja auch nicht nur in Brisbane hocken, weil es uns das Reisen zu teuer ist. Wir sind ja immerhin hier, um was von Australien zu sehen und da gehören die Whitsundays auf jeden Fall dazu. Vielleicht sollten wir einfach mal aufhören, uns ständig was anderes zu 'gönnen', egal ob Caramel Hot Chocolate, Tropical Crush oder sonstige Leckereien. 800$ im Monat hat sich immer so viel angehört, ich hab ja schon fast gedacht ich werde hier reich ... leider habe ich nicht bedacht, dass das Leben hier ein bisschen teurer sein könnte. So kostet mich ein Trip in die Stadt mit dem Bus locker 7$, ein Eis - zwei Kugeln - 5$ (gut, dass ich noch nie so ein großer Eis-Fan war) und sogar für einen einfachen Cheesburger muss man 3$ zahlen. Und so ist das -mehr oder weniger- hart verdiente Geld schneller weg, als ich schauen kann. Ich weiß, dass ich mich schonmal über die Preise hier beschwert habe, ich komme halt einfach nicht drüber hinweg. Hilft aber alles nichts, für unsere ganzen geplanten Trips muss Geld her. Also werde ich wohl in Zukunft erst mal den ganzen leckeren Versuchungen widerstehen müssen. Meiner Figur schadet das immerhin auch nicht. 
Die Whitsundays sind übrigens nicht das einzige Ziel. Im Januar möchten wir noch nach Sydney, dann wollen wir unbedingt noch nach Cairns (aber erst, wenn es langsam 'Winter' wird, weil es im Moment angeblich zu viele giftige Meeresbewohner gibt), eine Outback-Tour zu Uluru, den Olgas und King's Canyon muss auch sein, und am Ende geht es noch nach Melbourne und Tasmanien. Perth und Western Australia habe ich vorerst von meiner Liste gestrichen, weil das den finanziellen Rahmen eindeutig sprengen würde. Ihr seht schon, die Reisepläne nehmen so langsam Gestalt an und ich bin wirklich froh, dass ich in Annika jemanden gefunden habe, der so ziemlich das gleich vorhat wie ich.