Willkommen 2012! Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen!
Gleichzeitig aber auch: Willkommen zurück! Wir sind gestern nach langen 19 Stunden Busfahrt aus Airlie Beach wieder angekommen. Ich kann mir gar nicht richtig vorstellen, dass man so lange am Stück fahren kann und trotzdem noch im gleichen Bundesstaat ist. In 19 Stunden kommt man von Oberlauringen fast nach Madrid. - Sagt zumindest Google Maps. Da könnt ihr euch aber wohl auch schon vorstellen, dass Cairns n bisschen anders ist. Cairns selbst ist nämlich 30 Stunden Fahrt entfernt, deswegen sind wir da dann doch lieber hingeflogen. Backpacker werd ich in diesem Leben wohl auch keiner mehr. Zumindest nicht 'mit Leib und Seele'. Wie macht ihr das nur? Ich hatte viiiel zu wenig dabei, weil nicht alles in den Rucksack gepasst hat, mir war nachts unter dem dünnen Bettlaken bitterkalt und wo zum Teufel packt ihr alle eure Sachen hin? Meine lagen größtenteils irgendwo auf dem Boden, wo ich sie erst mal ne halbe Stunde suchen musste, oder waren tagelang am Bett, weil ich verzweifelt versucht habe, sie da zu trocknen... Vielleicht stelle ich mich auch nur einfach n bisschen blöd an :) Ich habe aber auf jeden Fall in den sechs Tagen gelernt, dass ich auf mein eigenes kuscheliges Bett nicht so schnell verzichten will.
Ich werd euch wohl jetzt jeden Tag ein bisschen was von unserem Trip erzählen, weil wir sooo viel erlebt haben, dass man es nicht in einem Post zusammenfassen kann. Nur schonmal so viel: Wir waren im Reganwald, schwimmen im Wasserfall und im Vulkan-See, tauchen am Great Barrier Reef und haben an Silvester das Feuerwark direkt am Strand gesehen. Aber jetzt mal von Anfang an:
Tag 1 und 2

Wir haben uns ja schon alle einen Tag vor Abflug bei Annika getroffen, wo nochmal alle Taschen umgepackt wurden (10kg Handgepäck ist soooo wenig!). Letztendlich war dann aber doch das Wichtigste verstaut und es konnte am 28.12. früh losgehen. Dem Flug hat man leider angemerkt, dass er billig war, so gab es nichtmal Wasser für uns und das Flugzeug hat so komische Geräusche gemacht... Die hab ich bis zur Landung aber eh schon nicht mehr gehört, weil meine Ohren bis dahin komplett zu waren, ich war also leider die meiste Zeit ziemlich taub, was zur Folge hatte, dass ich meine Mitmenschen öfters mal mit einem zu lauten 'WAS?!' erschreckt habe, obwohl sie gar nichts gesagt hatten - ich konnte das alles halt nicht mehr richtig zuordnen! Leider war das Wetter nicht ganz so, wie wir gehofft hatten, sondern hat dem Namen 'Regenzeit' alle Ehre gemacht. Trotzdem wollten wir uns ja mal Cairns selbst anschauen. Los ging es also Richtung Innenstadt. Groß ist die nicht, aber irgendwie idyllisch. Man merkt auch sofort, dass man in den Tropen ist, überall stehen nämlich riesen Bäume herum und es ist seeeehr schwül. Außerdem trifft man in Cairns viel mehr Aborigines als hier in Brisbane. Liegt wohl daran, dass die sonst genau da gelebt haben. Sooo viel gab es jetzt aber auch nicht zu sehen, wir waren noch an der Lagune dort, sind ein bisschen am Meer entlang gelaufen und haben uns bei Woolworths mit Essensvorräten eingedeckt. Abends ging es anstatt feiern früh ins Bett, weil am nächsten Tag ja die Regenwaldtour anstand.
Früh am Morgen ging es also los. Wir wurden direkt am Hostel von 'Cousin Brad' in einem kleinen Bus abgeholt. Falls ihr mal nach Cairns kommt, müsst ihr unbedingt die 'Uncle Brian's'- Tour machen. Wir hatten sooo viel Spaß, schon alleine im Bus, mit unsrem ulkigen Guide, der wirklich niiiie still war. Erstes Ziel war der Regenwald selbst. Da hab ich dann auch endlich mal ne große Spinne gesehen. Hab mich aber komischerweise gar nicht vor der geekelt. Die Spinne, die ein bisschen später mit in meiner Umkleider war, fand ich da schon viel schlimmer. Zurück zum eigentlichen Thema: Der Regenwald war wirklich soooo schön. Ich hätte Stunden da bleiben können. Es ist wahnsinnig ... grün. Und dann noch die Wasserfälle, der Fluss, die Blumen. Herrlich! Nach einem kleinen leckeren Snack und gefühlten 50 Fliegenstichen mehr, kamen wir dann zu unserem ersten 'Pool'. Das war auch mitten im Regenwald, im Teil eines Flusses. Wir hatten echt mega viel Spaß dabei, die Felsen dort runterzurutschen und herum zu plantschen.
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| Cousin Brad |
Unser Lunch, der danach kam, wäre jetzt eigentlich auch erwähnenswert, ich lasse es aber lieber, verzichte an dieser Stelle darauf, mein Essen ausführlich zu beschreiben und widme mich lieber den Dingen, die euch wohl mehr interessieren. Weiter ging es zu Millaa-Millaa, einem eiskalten Wasserfall. Und mit eiskalt meine ich wirklich eiskalt. Normal hab ich keine Probleme, in kaltes Wasser zu gehen, aber da musste ich mich schon überwinden. Cousin Brad hat uns aber auch mit einem super 'Fotoshooting' gelockt und weil ja jeder ein paar nette Bilder haben wollte, hat auch jeder in Kauf genommen, sich womöglich was abzufrieren oder von 'nistenden Fischen' angegriffen zu werden.


Nach den Temperaturen hatten eigentlich die wenisgten Lust auf unsere dritte 'Badestelle', den Vulkansee. Sieht genauso aus, wie ein normaler See. Brad hat dazu nur gesagt 'natürlich. Ist ja auch einer. Aber sei mal ehrlich... würdest du wirklich in nem Vulkan schwimmen wollen, wenn da kein See drauf wäre?' hahaha. Da hat er jetzt schon Recht. Und der See war wunderbar! Zwar nicht so warm wie im Hallenbad, aber schon lauwarm, also perfekt, um sich wieder ein bisschen aufzuwärmen.
Damit war der Großteil unserer Tour aber leider auch schon vorbei. Eigentlich wollten wir uns noch die Platypus anschauen, die hatten aber anscheinend auch keinen Bock auf den Regen und sind deshalb lieber mal nicht aufgetaucht. Schade! Aber die Tour war trotzdem einmalig.