Am Montag war es also wiedermal soweit: Ich sollte umziehen.
Meine neue Gastfamilie kenne ich ja schon etwas länger, weil schon im November feststand, dass ich hierher ziehen würde. Da sie aber über Weihnachten in Urlaub waren, konnte ich erst im Januar kommen und habe die Zwischenzeit eben in Everton Park gearbeitet.
Meine neuen Gasteltern heißen jetzt also Clancy und Craig, die Kleinen, auf die ich aufpasse, Xavier (4 Jahre alt) und Rafael (fast 2). Montags und Dienstags hat die Mutter frei, da muss ich also auch nicht arbeiten. Mal sehen, was ich da dann so treibe, Auswahl gibt es in einer Großstadt ja genug. Ich lebe jetzt also auf der anderen Seite des Rivers, also im Süden. Ist irgendwie schon komisch, weil Stadtteile, in denen ich mich bisher heimisch gefühlt habe, so weit weg sind und andere, in die ich bisher nur so selten gekommen bin, so nah sind. Aber daran werd ich mich schon gewöhnen. Unser Haus ist übrigens eines der alten Queensland-Häuser aus Holz. Weiß und mit ganz vielen kleinen süßen Details. Und das beste: es liegt nicht an einer großen Straße, ich kann also bei offenem Fenster schlafen. Bilder hab ich leider noch keine gemacht, die folgen aber bestimmt bald. Unten habe ich meine eigene kleine 'Wohnung', also Schlafzimmer, Bad und Wohnbereich mit Sofa, Fernseher und bald mit einer kleinen Küche, den die Kinder aber unterm Tag zum Spielen nutzen. Was ich eigentlich sagen will ist: Es ist super! Mir geht es gut und ich hoffe, dass das der letzte Umzug in Brisbane für mich war. Damit ich abends und am Wochenende das Auto nehmen kann, hat Clancy gestern schon mit mir fahren geübt. Klappt soweit ganz gut, sie würde es mir sogar heute schon überlassen, ich glaube aber, ich übe lieber noch ein bisschen mehr :).
Heute abend ist übrigens Salsakurs angesagt. Die gibt es hier an jeder Ecke, ich habe aber einen gefunden, wo man heute kostenlos hingehen kann. Das wird natürlich ausgenutzt, auch wenn ich nicht glaube, dass ich da regelmäßig hingehen werde. Salsa ist ja ganz nett anzuschauen, aber ich bin mir nicht so sicher, ob ich das jede Woche selbst machen will. Bevor ich aber heute weggehe, gibt es erstmal 'deutsches' Abendessen mit der Familie: Ich mache "Hackfleischküchlich mit Nudelsalat". Ne ganze Stunde war ich schon in der Küche gestanden, um Karotten und Tomaten zu schnippeln, Eier und Nudeln zu kochen und um Dressing zu machen. Clancy hatte gefragt, ob wir denn mal was deutsches haben könnten und da ich ja vor ein paar Tagen mein Weihnachtspaket aus Deutschland bekommen habe - übrigens: nochmal viiiielen Dank - , in dem auch ein paar Knorr-Fix versteckt waren, steht dem ja nichts mehr im Wege.
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