Freitag, 6. Januar 2012

Prostneujahr!

Tag 4

Am Samstag ging es gleich früh in die Stadt, von wo aus wir mit dem Bus nach Airlie Beach fahren wollten. Da es ja noch vor sieben war und das Hostel-Shuttle ja erst ab sieben (oder auch erst n paar Stunden danach - von den Erfahrungen hab ich ja schon berichtet) gefahren ist, mussten wir uns wiedermal ein Taxi rufen. Der Fahrer war genauso unfreundlich, wie alle anderen Taxifahrer in Australien sind - wenn ich so nachdenke, habe ich noch nirgendwo auf der Welt einen netten getroffen. Das hat die Situation nicht gerade einfacher gemacht, wir wussten ja nur die Adresse, die auf unseren Reiseunterlagen stand und, dass wir mit dem Greyhound-Bus fahren wollten. Als wir das dem Morgenmuffel von Fahrer dann erzählt hatten, hat der nur gemeint 'Ja der Greyhound fährt hier aber nicht.' Was?? Aber da steht doch die Adresse! Also hab ich ihm unsren Zettel gezeigt, er hat wohl erstmal gedacht, dass wir an seiner Kompetenz zweifeln, er hat uns nämlich ziemlich angemault und erklärt, er weiß, wo diese Straße ist und da sind wir. Gut, wenn er das sagt, vertrauen wir dem lieben Herren doch mal. Also sind wir ausgestiegen, haben uns an die Bushaltestelle gesetzt und diskutiert, ob wir nun richtig sind oder nicht. Neben uns saß ein anderer Backpacker und wir haben einfach gehofft, dass er auch auf unseren Bus wartet. Neeein, hat er gesagt, er wartet auf den Premier Motor Service- Bus. Hmmm, naja was wollten wir machen, wir haben einfach weiter gewartet. Es kam dann auch irgendwann ein Reisebus, allerdings nicht unserer - dachten wir, wir waren ja immernoch überzeugt, dass wir mit dem Greyhound fahren. Gott sei Dank hat Annika dann nochmal auf unsre Reiseunterlagen geschaut und festgestellt, dass das Logo auf dem Bus genauso aussieht, wie das auf unserem Zettel. Oh, da haben wir uns wohl getäuscht. Der Greyhound war nur die Alternative, eigentlich hatten wir den Premier Motor Service gebucht. Peinlich, peinlich! Naja, ist ja nochmal alles gut gegangen, wir sind am Ende in den richtigen Bus gestiegen und nach elf Stunden Fahrt am 31. abends in Airlie Beach angekommen. Die Fahrt an sich war wirklich schnell vorbei, wir sind zum Glück der Sonne entgegen gefahren und haben so auch viel von der Landschaft gesehen. 
In Airlie angekommen, sind wir dann schnell zum Hostel gelaufen, was kein Problem war, weil Airlie größtenteils nur aus einer Hauptstraße besteht, wo man von Restaurants über Supermärkte, Apotheken und Klamottenläden bis hin zu Bars, Clubs und Hostels alles findet. Schon auf dem Weg durch die 'Stadt' hat man gemerkt, dass Silvester war, es war sooo viel los, so viele Menschen, überall wurde aufgebaut, jeder hatte irgendwelche besonderen Angebote. Wir wollten eigentlich nur noch schnell einchecken, duschen, uns fertig machen und dann raus ins Nachtleben. Wenn das mal so einfach gewesen wäre! Es hat sich nämlich herausgestellt, dass unser Reisebüro gar kein Zimmer für den 31.12. gebucht hatte, sondern erst ab dem 01.01., dafür aber auch eines am 02.01., obwohl wir in der Nacht ja schon zurückfahren wollten. Na super, und das an Silvester! Die Mädels an der Rezeption waren aber zum Glück super nett und haben uns dann noch drei Betten gegeben, weil am Morgen wohl jemand ein Zimmer storniert hatte und deswegen noch Platz war - oder so ähnlich. Ich hatte ja schon überlegt, ob ich lieber auf der Parkbank schlafe, durchmache oder einem Betrunkenen seinen Zimmerschlüssel abnehme. Ich hätte wohl das Durchmachen gewählt. Glücklicherweise musste ich nichts davon in die Tat umsetzen und habe meinen eigenen Schlüssel bekommen. So konnte der schöne Teil des Tages also endlich beginnen. Mit dem Zimmer hatten wir auch echt Glück. In den anderen Betten haben noch zwei Australier und ein paar andere geschlafen, die ich nichtmal getroffen habe. Und es gab ein großes Bad mit zwei Duschen, zwei Waschbecken und einem Ganzkörper-Spiegel. Luxus pur! :) Dann also schnell fertig machen, auf dem Weg zur Feier noch ne Pizza essen und dann ging es ins Magnums, den Club, der zwar wahrscheinlich mit am teuersten war, jedoch war es auch der, wo am meisten los war. Wir haben schon vor Mitternacht viiiele nette Bekanntschaften gemacht, was wohl auch daran liegt, dass die Australier einfach offener sind und man einfach jemanden anquatschen kann ohne gleich blöd angemacht zu werden. Für uns war es natürlich ein Muss, zum Feuerwerk an den Strand zu gehen. Punkt Mitternacht saßen wir also im Sand und haben zehn Minuten lang zugesehen, wie gefühlte 1000 Raketen in den Himmel geschossen wurden. Hier in Australien darf man ja selbst kein Feuerwerk machen, was mir Schisser eigentlich ganz gut gefällt, ich hab wohl das erste und einzige entspannte Silvester meines Lebens verbracht. Stattdessen gibt es aber (fast) überall ein großes organisiertes Feuerwerk oder auch mehrere, bei dem alle zuschauen können. Um 15 Uhr deutscher Zeit haben wir also in Airlie das neue Jahr begrüßt. Danach ging es nochmal zurück in den Club und in ein Apartment mit Whirlpool auf dem Balkon, von wo aus man direkt übers Meer schauen konnte - Herrlich!

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