Sonntag, 29. Januar 2012

Sunday, bloody Sunday

Was stellt man an einem verregneten Sommertag so an? Tja, wäre ich zuhause, würde ich wahrscheinlich vor dem Fernseher hängen, essen und schlafen. Geht hier jetzt leider schlecht, weil der Fernseher unten noch nicht geht und das mit dem Schlafen war auch nichts, weil wir Besuch hatten (Kinder, Kinder und noch mehr Kinder) und mein Zimmer als Durchgang von Vorgarten und Spielzimmer dient und so ständig eine ganze Rasselbande durchgerannt kam. Schön also, wenn Freunde anrufen und sich mit einem in der Stadt treffen wollen. Und so habe ich also wiedermal einen Tag in Brisbane City verbracht. Wenn ich so nachdenke, war ich seit Donnerstag jeden Tag außer Haus und bis Dienstag wird das wohl auch noch so weiter gehen. Die Oma der Jungs ist ja im Moment da und ich habe solange frei. Da es jetzt aber jeden Tag regnet, ist es wirklich ziemlich deprimierend, die ganze Zeit im Haus zu sitzen. Vor Allem, weil sowieso noch alles so ungewohnt ist hier. Nicht, dass ich mich nicht wohlfühle, es verändert sich nur irgendwie alles in letzter Zeit. Wenn ich mit dem Bus irgendwo hinfahren will, muss ich erstmal im Internet nachschauen, welchen Bus ich jetzt wann von welcher Haltestelle aus nehmen kann (sonst gab es einen Bus, eine Haltestelle und einen klaren Zeitplan), die meisten Freunde gehen bald weg, um zu reisen oder ganz heim und auch sonst kenne ich mich in der neuen Gegend noch nicht wirklich aus. Und das ausgerechnet jetzt, wo doch Fasching ist! Normalerweise wäre ich jetzt unter der Woche mit irgendwelchen Vorbereitungen beschäftigt, wäre jedes Wochenende auf einer anderen Sitzung, würde die Juniorengarde vor jedem Auftritt mit fertigmachen und dann ganz stolz zusehen, was wir zusammen auf die Beine gestellt haben, würde die Nächte durchfeiern und -tanzen, Klopfer trinken, bis keine mehr da wären und jedes einzelne Lied mitgröhlen, bis ich Halsschmerzen hätte. Und am Tag danach hätte ich einen mega Kater und würde mir schwören, nie wieder so viel zu trinken (das hält dann genau bis zum nächsten Abend an). Gott, wie ich das ganze 'Narrentreiben' doch vermisse! Naja, nächstes Jahr wieder. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und hoffe, ihr feiert für mich mit. Hoffentlich, wird das Wetter hier bald wieder besser, damit mich der Sommer wenigstens ein bisschen für den verpassten Fasching entschädigt! Bis dahin bleibt mir nichts weiter übrig, als meine Bücher zu lesen, einen Film nach dem anderen zu schauen und - lacht jetzt nicht! - mein Puzzle zu puzzlen, dass ich mir gestern extra gegen die Langeweile gekauft habe.
In diesem Sinne: Öiwerlauring - HELAU!

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