Freitag, 1. Juni 2012

Sydney, Part II

Tag 3: Wo ist jetzt der Darling Harbour?




Am Montag war es endlich soweit: Celina ist gelandet. Sie wusste nicht genau, wann und wo sie herauskommen würde, weshalb ich einfach schonmal vor ihr in die Stadt gegangen bin, um auf sie zu warten. Das Wetter war wiedermal herrlich und so habe ich beschlossen, zum Darling Harbour zu laufen und mich dort ans Wasser zu setzten. Noch kuz eine SMS geschrieben, wo ich bin und wie Celina da hinkommt und dann hieß es warten. Und warten. Und warten. Leider kam und kam keine Celina um die Ecke. Nach einer guten Stunde sendete sie mir dann eine Nachricht, sie "latsche hier jetzt schon eine Stunde lang rum" und fände mich nicht, ich solle doch bitte zum Exhibition Centre kommen. Ja, aber wo ist das denn? Ich kenne zwar inzwischen die Hauptziele Sydneys, aber doch nicht jedes Geäude! Sie hat mich dann angerufen, ich habe ihr erklärt, ich sei vor dem IMAX-Kino und sie hat einfach mal jemanden gefragt, der vorbeilief, wie sie da hinkomme und: Oh Wunder, sie war nur zwei Gehminuten entfernt. Glück gehabt! Danach hat sie mir erzählt, dass sie eigentlich schon am Darling Harbour war, das aber nicht gewusst hat, und eine fragte, wie sie denn dahinkomme. Die Dame hat ihr dann erklärt, sie sei schon da, das hieße nur "Harbour", obwohl es eigentlich gar kein Wasser und keinen Hafen gibt. Hm, anscheinend wissen manche Bewohner Sydneys relativ wenig über ihre Stadt :-). Wir haben uns also mit etwas Verzögerung eeeendlich wiedergetoffen und es gab natürlich erst mal ne Menge zu bequatschen (falls ihr euch nicht mehr erinnert: Celina ist ja vor ein paar Monaten nach Noosa gezogen, weshalb wir uns nicht mehr ganz so oft sehen konnten...). Der Chinesische Garten, der direkt um die Ecke lag, eignete sich natürlich hervorragend für ein solches Pläuschchen und war - wie sich herrausstellte - auch wirklich wunderschön. Da gibt es doch tatsächlich mitten in der Großstadt eine Oase der Ruhe. Und das meine ich auch wirklich so. man hört außer den Vögeln und dem Wasserfall darin nichts und trotzdem: Blickt man sich um, sieht man ringsum die Wolkenkratzer stehen. Wir haben darin also etwas die Sonne und die Ruhe genossen und haben uns dann auf in die Stadt gemacht. 
Dort gab es erstmal eine Stärkung in Form von $1-Tee, den es netterweise in einer Supermarktkette gibt, deren Läden wirklich an jeder Ecke stehen. und dann liefen wir bis zum Harbour, damit Celina auch mal das Opernhaus und die Harbour Bridge sehen konnte. Das Vivid-Festival war ja immernoch im vollen Gange, es war also auch mächtig was los. Julia hatte mir erzählt, dass man von der Bar im Shangri-La-Hotel aus einen super Blick auf die Stadt habe. Das wollten wir natürlich auch mal ausprobieren. So sind wir munter drauf losgestiefelt und haben es auch tatsächlich gleich gefunden (gut, dass ist nicht so schwer, es ist eines der größten Gebäude am Hafen). Jetzt ist das ganze ja nun ein Nobel-Hotel und schon der Eingangsbereich zeigte uns, dass wir in unsren Alltags-Klamotten irgendwie fehl am Platz waren. Tja, und so haben wir beschlossen, gleich wieder umzudrehen, bevor uns überhaupt erst jemand sehen konnte. Ja, ich weiß: Wir Angsthasen! 
Damit war der erste unserer beiden gemeinsamen Tage in Sydney auch leider schon vorbei. Auf dem Rückweg haben wir uns noch einmal in Shoppingrausch begeben und verschiedene Souvenirläden leergekauft und dann ging es für mich zurück zu Mark, wo ich auf dem Sofa meine Stimme (die immernoch tierisch kratzig war) mit gefühlten drei Litern Tee gepflegt habe.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen