Mittwoch, 11. April 2012

Melbourne

2. Great Ocean Road

Für Samstag hatten wir eine Tagestour auf der Great Ocean Road gebucht. Das ist die Straße, die unter Anderem an den 12 Aposteln und der London Bridge vorbeiführt. Weil unser Tourguide uns die ganze Zeit was darüber erzählt hat, kann ich euch jetzt auch sagen, dass diese Straße von ehemaligen Soldaten des 1.Weltkriegs gebaut wurde und somit auch als großes Kriegerdenkmal gilt. Jaja, da seht ihr mal, was man hier alles lernt.
Unsre Tour hat früh morgens angefangen, Jenny und ich wurden in der Stadt abgeholt, betreten den Bus, und hatten sofort das Gefühl 'Wir sind hier doch falsch'. Nuuur Asiaten! Ich meine, nichts gegen die, aber so ein bisschen suspekt sind sie mir ja schon. Und die unterhalten sich einfach nie mit dir. Die brabbeln einfach die ganze Zeit in ihrer Landessprache vor sich hin... Wir glauben, dass unser Tourguide die Musik deshalb so laut aufgedreht hat. Wir waren am Ende doch nicht die einzigen Europäer, zwei Französinnen kamen auch noch dazu. So konnte es also losgehen. Leider war Bells Beach, unser erster Stop, wegen eines Surfer-Wettbewerbs geschlossen, es ging also irgendwoanders hin (den Namen hat sich natürlich niemand gemerkt...), und als wir ausgestiegen sind hab ich erstmal gedacht, ich erfriere. Es war windig und eisig kalt. Gut, sooo kalt war es bestimmt gar nicht, ich fand es aber trotzdem zu frisch. Es wurden schnell ein paar Fotos geschossen, Kekse gefuttert, und dann ging es vorbei an wunderschöner Küstenlandschaft -ab und zu wurde ein "Fotostop" eingelegt, wie zum Beispiel am "Memorial Arch", diesem Bogen, auf dem Great Ocean Road steht- zu einem Park, wo man mit etwas Glück freilebende Koalas sehen kann. Wir hatten Glück und haben drei davon gesehen. Die Fotos erspare ich euch aber, weil die auch nicht anders aussehen, als die, die ich schon in Australia Zoo und Lone Pine Sanctuary gesehen habe. Danach sind wir zu "Otway's Rainforest" gefahren.  Regenwälder faszinieren mich immer. Riesengroße Bäume, herrlich grün und zwischendurch mal ein Wasserfall. Der Baum auf dem Foto ist - wie man sieht - umgefallen, aber man kann sich noch gut vorstellen, wie groß der mal gewesen sein muss.

Aber das eigentliche Highlight kam nach dem Mittagessen: Die 12 Apostel, also diese Felsen, die im Meer stehen.  Es sind übrigens gar keine 12 Steine, es sind weniger. Acht oder so, wenn ich richtig gezählt habe. Natürlich war dort wahnsinnig viel los, ein richtiges Touri-Paradies. Und wir mittendrin! Um nicht so aus der Masse rauszustechen, haben wir natürlich auch kräftig Fotos gemacht. Es wäre so schön da, wenn nicht so viele Menschen dort wären! Nein, aber die Aussicht war wirklich einmalig. Riiichtig schön! Zurück zum Bus, nächste Station: Loch Arg Gorge. Das sind die beiden Felsen, die direkt vor dem Strand stehen und aussehen wie ein ... Tor. Dahinter schöne Höhlen, in die man aber leider nicht mehr klettern darf...
Zu guter Letzt war dann noch "London Bridge" dran. Das war eigentlich mal eine Art Brücke, ist aber leider eingestürzt. Man kann es aber finde ich trotzdem noch erkennen. Da ist mir dann auch noch ein kleines Misgeschick passiert, ich wollte Jenny nämlich meine Kamera geben, damit ich ein Beweisfoto habe, dass ich auch da war, da fällt uns das Ding doch tatsächlich aus der Hand. Ein Aufschrei, wir bücken uns beide, der Foto fällt auf meinen Fuß, prallt ab und fliegt ... direkt gegen das Gitter, das Klippe und Meer trennt. Uff, da hab ich doch nochmal Glück gehabt. Ein paar Touris haben mir dann am Ende noch lachend den Tipp gegeben, ich solle doch meine Kamera nicht mehr verlieren. - Guter Tipp, ich werde ihn beherzigen.
Im Großen und Ganzen war die Tour wirklich extrem Touri-mäßig, aber so ist das wohl, wenn man die Huptattraktionen Victorias ansehen will. Ich fand es trotzdem mega schön da. An eine meilenweite Aussicht von Meer, Klippen und Felsen kommt eben so schnell nichts ran.


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