Donnerstag, 12. April 2012

Melbourne

3. Brighton Beach und St. Kilda

Wie gut, dass es das Internet gibt! Am Samstag Abend saßen Jenny und ich im Hostel am Computer, eigentlich nur, um facebook und E-Mails zu checken, als Jenny ein Bild von den bunten Strandhäusern sieht, die man auf so gut wie allen Postkarten finden kann. Wir wollten da beide unbedingt hin, wussten aber nie, wo die eigentlich stehen (ich weiß: peinlich, peinlich, wenn man in Australien ist und nichtmal sowas weiß). Jetzt sieht Jenny also dieses Bild, das eigentlich zu einem Reiseangebot gehört, und liest darunter die Adresse: Brighton Beach/Victoria. Neeeein, das gibt es ja nicht! Nur eine halbe Stunde mit dem Zug von Melbourne entfernt. Ein bisschen weiter weg als St. Kilda. Das ist ein ziemlich bekannter Strand in Melbourne, wo sich bei schönem Wetter alle tummeln, den man angeblich unbedingt gesehen haben muss, und wo wir deshalb sowieso hinwollten. Wir haben also kurzerhand beschlossen, am nächsten Morgen - nach dem Salamibrötchen-Frühstück natürlich - einen Abstecher in die Touristen-Info zu machen, und mal zu schauen, wie wir das ganze am besten angehen. Es war auch wirklich einfach. Die zwei netten alten Damen waren zwar zunächst selbst ein bisschen verplant, haben sich dank riesiger Karten und Atlanten aber schnell zurechtgefunden, uns freundlicherweise sogar noch eine Karte kopiert und uns gewarnt, dass wir mindestens zwei Kilometer von der Zugstation zum Strand laufen müssen. Naaa super! Die Zugfahrt war erstaunlich schnell vorbei, ich habe es noch nichtmal geschafft, alle Karten fertig zu schreiben, da konnte unsere Wanderung also losgehen. Nur gut, dass wir dicke Jacken dabei hatten, es war nämlich wiedermal eher Nordsee- als Australienwetter: Windig und kalt. Wobei, nennen wir es stürmisch und eiskalt. Aber das macht alles nichts, wenn man was sehen will, muss man halt auch mal frieren. Erstaunlicherweise haben wir schon nach ein paar Metern die Strandhäuser in der Ferne entdeckt, es waren also eher 250 Meter, als 2.5km. Naja, oder ein bisschen mehr. Auf jeden Fall waren wir ruck zuck da und konnten unendlich Fotos schießen. Ich hätte von jedem Häuschen einzelnd ein Bild machen können, so schnuckelig sind die. Eines schöner als das andere. Dass ich an diesem Tag mein Flaggen-Shirt anhatte, war übrigens echt nur Zufall, aber doch irgendwie lustig. Deshalb sind es von dem Australien-Häuschen auch ein paar Fotos mehr geworden.

Mit den Strandhäusern war unser Tag aber natürlich noch nicht vorbei, es ging noch nach St. Kilda. Wie schon gesagt, dieser Vorort wird von allen groß angepriesen, als wir da waren, waren wir dann aber doch eher enttäuscht. Die Straßencafés sahen zwar ganz nett aus, vor Allem der Kellner mit dem Haasenschwänzchen war ganz amüsant (es war ja Ostersonntag), der Strand selbst war aber lange nicht so schön, wie die Strände, die wir an der Sunshine und Gold Coast haben. Und weiter gab es nicht viel zu sehen, die Pinguine kann man dort nämlich angeblich nur nachts beobachten... Der Luna-Park, der dort steht, war viel interessanter, als der Strand selbst. Das ist ein Freizeitpark. Erinnert eher an einen etwas moderneren Sambachshof und ist ziemlich klein. Schön war es trotzdem, mal wieder etwas "Volksfestfeeling" abzubekommen und dem Feuerschlucker zuzusehen.
Unser Oster-Dinner, hatten wir dann übrigens in einer richtig coolen Lounge/Bar in Melbourne. Wir hatten dafür im Internet einen Gutschein gekauft, mussten pro Person 15 Dollar zahlen und konnten dafür für 70 Dollar essen und trinken. Da kann man wirklich nicht meckern. Uns war das nur leider am Anfang nicht so bewusst, wir dachten, wir bekommen nur eine Bestellung umsonst, haben uns also gleich mal Coktails für je 17 Dollar bestellt und erst danach vom Kellner erfahren, wie es wirklich abläuft. Dann gab es also für jeden danach nur noch ein Getränk, weil dann die Rechnung voll war... Trotzdem war es ein schöner Ostersonntag!



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