

Das ist Maori und bedeutet 'Hallo', 'Tschüss' und 'Gesundheit!'. Ist also ganz praktisch, wenn man dieses Wort kennt. Gelernt habe ich das auf der Fahrt ins Maori-Dorf am Freitag Abend. Da ging es nämlich sofort nach unserer Ankunft in Rotorua hin. Rotorua ist für zwei Dinge bekannt: Maori-Kultur und Vulkanaktivität. Zweites riecht man leider auch in der ganzen Kleinstadt. Schuld daran sind die vielen Schlammlöcher die rings um den Ort brodeln. Die wurden aber erst am nächsten Tag auf dem Weg nach Taupo bestaunt. Am Tag der Ankunft gab es für diejenigen, die mitwollten, eine kulturelle Show der Maori (ihr wisst schon: das sind die Ureinwohner Neuseelands). Wir wurden schon im Bus herzlich von unserem Fahrer begrüßt, der uns ein paar Worte Maori beibrachte, mit uns lustige Lieder sang ("The wheels on the bus" war sein Favorit) und uns schonmal ein paar Grundregeln erklärte. So darf man zum Beispiel nicht lachen oder lächeln, wenn ein Maori vor einem den Haka aufführt, man muss seine Schuhe ausziehen, bevor man das Gemeinschaftshaus betritt und Tische sind heilig. Dann konnte es ja losgehen. Dort draußen im Wald war es wirklich bitterkalt und ich hab keine Ahnung, wie die Maori da ohne Schuhe rumlaufen können. Zuerst sahen wir den Haka, also diesen Abschreckungs-Tanz. Das war alles Teil der Show, wir waren also sozusagen die 'Fremden' die zu einem eingeborenen Volk kommen und erst einmal genauer betrachtet werden. Nachdem wir 'für gut befunden' waren, durften wir uns das Dorf selbst anschauen. An jeder Hütte stand ein Maori, der etwas über seine Kultur erklärte: Über die Tatoos, über den Haka (ein paar lustige Engländer haben sich auch gleich mal daran versucht) und über ihre Kochkunst. Es war zwar - wie schon erwähnt - mega kalt und ich kam mir eher vor wie auf einer Waldweihnacht ohne Weihnacht, aber es war wirklich interessant, sich das ganze mal anzuschauen. Ich glaube, es war trotzdem alles eher auf Touristen abgestimmt (und ich bin ja eigentlich gar kein Fan von Touristenattraktionen), aber auf jeden Fall einen Besuch wert.


Weiter ging es dann ins Gemeinschaftshaus, wo wir ein paar Tänze und Lieder ansehen und -hören durften. Und die Tänze haben mich so wahnsinnig an Hawaii erinnert, dass ich glatt hätte vergessen können, wo ich eiegrnlich war. Natürlich hatten auch irgendwann alle Hunger und so wurden wir dann in den Speisesaal geführt, wo ein riesiges Buffet aufgebaut war. Die Kartoffeln und das Fleisch war im Erdofen gegaart worden, weshalb es total rauchig war, aber lecker. Dazu gab es natürlich alle möglichen Arten von Gemüse, Salate, Soßen und lecker Pfirsich zur Nachspeise. Ein lustiger Maori-Alleinunterhalter war auch da, der Sophie und mich gleich mal zum Mitsingen animieren wollte (wir haben aber dankend abgelehnt).
Und so schnell geht ein kultureller Abend dann auch vorbei. Nach ein bisschen Schunkeln - oder sowas in der Art - wurden wir wieder in unsre Busse verfrachtet und heimgebracht. Auf der Fahrt sollte dann noch jeden Nation ein Lied singen. Wir waren ausnahmsweise mal nur zwei Deutsche Mädels im Bus und die eine davon hat behauptet, sie kenne "Einst ging ich am Strande der Donau entlang", und "In München steht ein Hofbräuhaus" nicht, also hab ich halt alleine vor mich hingeträllert. Schön, dass die Australier große Oktoberfest-Fans sind und so hatte ich wenigstens ein paar ... naja Mitsummer.
Der Rest des Abends war dann eher ruhig, da unsre Tourleiterin uns nicht empfohlen hat, in Rotorua nachts auf die Straße zu gehen und irgendwie waren auch sowieso alle ziemlich müde. Also ging es nach ein paar Runden Billiard ins Bett.
Am nächsten Morgen gingen einige dann zum White-Water-Rafting (die hundert Dollar dafür gab mein Budget leider nicht her) und die Zurückgebliebenen schauten sich in der Zwischenzeit die sogenannte Stadt mal etwas an. Wirklich viel gab es nicht zu sehen, aber es ist alles nett hergerichtet im Maori-Stil und allgemein mag ich schnuckelige Kleinstädte ja sowieso viel lieber als Großstädte.
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