Donnerstag, 28. Juni 2012

Rangitoto Island


Am Sonntag habe ich beim Abendessen zufällig einen – wie könnte es anders sein – Deutschen kennengelert. Nach ein bisschen Gequatsche haben wir dann gemerkt, dass wir am Montag beide auf Rangitoto Island,  eine der Vulkaninseln vor der Küste Aucklands gehen wollten. Warum also nicht zusammen gehen?
Mit der Fähre schepperten wir eine halbe Stunde lang über's Meer, bis wir auf der Insel ankamen. Diese Insel war jetzt keine normale Insel, sondern ein Vulkan, der aus dem Wasser ragt. Blöd, dass Regen angesagt war, aber zum Zeitpunkt unserer Ankunft war noch alles trocken. Dann also mal auf zum Aussichtspunkt, der natürlich gaaaaanz oben auf diesem Vulkan lag. Es wäre jetzt nicht so schlimm gewesen, da hochzusteigen, die Natur auf so einem Vulkan ist nämlich total schön: Lavafelder und ansonsten super grün. Nur blöd, dass ich nicht so viel Zeit hatte, Fotos zu schießen, denn Patrick war – wie sich herausstellte – Sportstudent und „sehr engagiert in seinem Kletterverein“. Aus meinem gemütlichen Spaziergang wurde also nichts, ich hatte ja zu tun, ihm hinterherzuhechten. Ich hab es aber am Ende auch auf den Gipfel geschafft und da musste es dann natürlich auch anfangen zu regnen, damit die Aussicht gleich mal versaut war... Wobei man schon erahnen konnte, dass es bei schönem Wetter ganz hübsch ist dort oben. Beim Abstieg wurde noch ein Abstecher in die Lavahöhlen gemacht. Die haben mich dann auch nochmal ziemlich beeindruckt. Ich hatte zwar Schiss, die könnten jeden Moment einstürzen, aber Warnschilder gab es auch keine, die sagten, man dürfe da nicht reinklettern. So wurde also eine Höhle nach der anderen erforscht. Wir hatten kaum die „Hauptstraße“ erreicht, um zurück zur Fähre zu laufen, da fing es auch schon an so richtig zu regnen. Es hat gegossen bis zum Geht-nicht-mehr. Alle Sachen in meinem Rucksack waren am Ende komplett durchweicht, obwohl der eigentlich wasserdicht sein soll und der Weg wollte und wollte kein Ende nehmen. Eineinhalb Stunden lang stapften wir über die Insel bis wir eeeeendlich zum Ausgangspunkt kamen. Und was sagte das Fährenschild? 'Die nächste Fähre verlässt die Insel in zweieinhalb Stunden'. So saß ich also da (zum Glück war es überdacht), eingewickelt in meine nasse Jacke und wartete und wartete. Mir war nur zwei Mal in Neuseeland richtig kalt – und das war ein Mal. Schön, dass heiße Duschen in solchen Fällen meistens helfen, also war ich am Abend bereit für meine letzte Nacht in Auckland, die aber eher ruhig war, am nächsten Morgen ging ja schon meine Tour über die Nordinsel los. 



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