Tag 3: Allein, allein ...
Am Montag war ich ja ganz und gar auf mich alleine gestellt. Am Anfang war es schon irgendwie komisch, so einsam und verlassen durch die Gegend zu wandern, aber dann ist mir aufgefallen, wie viele Touristen es eigentlich gibt, die alleine rumlaufen. Mit allerlei Karten ausgerüstet habe ich mich frühs also auf den Weg in die Stadt gemacht. Die war glücklicherweise nur zwei Haltestellen weiter. Dort angekommen war ich dann erstmal etwas verwirrt, als ich im Queen Victoria Building stand, einem riesengroßen Einkaufszentrum. Ich habe meinen Weg aber herausgefunden und stand dann auf der Straße vor einem großen Stadtplan, die freundlicherweise an jeder Ecke stehen und zeigen, wo man sich befindet. Ist ja schön und gut, aber in welche Richtung schau ich denn jetzt auf diesem Plan? Ich wollte ja unbedingt zum Darling Harbour, weil da das Meeresaquarium ist. Gut, dass da eine andere Familie auch hinwollte (ich habe sie hinter mir darüber reden hören, wo sie hinlaufen müssen) und so hab ich beschlossen denen einfach unauffällig zu folgen. So bin ich also in etwa zehn Metern Abstand hinter denen hergetrottet, bis ich das große "Darling Harbour"-Schild schon sehen konnte - und das Aquarium direkt daneben. Perfekt! Das Aquarium war wirklich super schön und sein Geld wert. Es gab viele bunte Meeresfische, eine Abteilung mit Riesenkrabben, eine mit Pinguinen, ich habe endlich mal einen Platypus gesehen und ich war im Unterwasser-Tunnel, von wo man die Rochen, Schildkröten und Haie beobachten konnte. Natürlich blieb ich auch in meinem Urlaub nicht von Kindern verschont und so hatte ich das Glück, dass zur gleichen Zeit noch zwei Grundschulklassen zu Besuch waren. Na prima ... ! Es gab ein Becken, in dem man Seesterne und sowas anfassen konnte, das war aber so von Kinderhänden belagert, dass ich lieber nicht näher als nötig rangegangen bin und habe versucht, der neugierigen und lauten Masse zu entfliehen.
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