Da bin ich wieder. Zurück aus der Traumstadt, zurück im Arbeitsalltag. Warum zum Teufel bin ich denn eigentlich nach Brisbane gezogen und nicht nach Sydney? Ich meine, es ist schön hier. Es ist meistens warm, tropisch und wir haben die Gold Coast und Sunshine Coast direkt vor der Tür. Aber Brisbane City selbst kommt an Sydney lange nicht ran ich bin echt hin und weg. Genau wie bei meinem Melbourne-Bericht werd ich das ganze wohl aufteilen, damit ihr keine Stunde vor dem PC sitzen und meine Geschichten lesen müsst - wenn ihr nicht sowieso schon zwischendurch abbrecht. Fangen wir also mal mit meinem ersten Tag an:
Tag 1: Volltreffer!
Am Freitag Abend hat mich ein Freund schon von daheim abgeholt, wir haben zusammen was bei ihm gekocht und ich bin über Nacht geblieben, weil mein Flug nach Sydney ja schon am Samstag Morgen um sieben Uhr ging. Das war ein bisschen blöd gebucht von mir, es gab nämlich auch einen Flug um acht Uhr, dann hätte ich erst um sieben am Flughafen sein müssen. Naja gut, es gab also wiedermal einen frühen Start für mich, genauer gesagt hat um 4:30Uhr mein Wecker geklingelt, was für mich richtige Folter ist. Aber ich war ja selbst Schuld. Und eigentlich konnte ich es auch nicht erwarten, endlich aus dem nass-kalten Wetter rauszukommen (jaaa, in Brisbane hat es wiedermal geregnet und dadurch war es auch wirklich frisch). Letzte Woche war ich ja leider krank, was zur Folge hatte, dass meine Nebenhöhlen noch blockiert waren. Ich hatte dann am Freitag noch in letzter Minute Nasenspray und Schmerztabletten besorgt und so hab ich den Flug auch ohne größere Wehwehchen überstanden. Angekommen in Sydney hat mich Mark (der, bei dem ich Dank Couchsurfing schlafen durfte) schon am Gate erwartet, ich musste mir also nicht mal Gedanken darüber machen, wie ich denn vom Flughafen wegkomme. Wir sind dann zu ihm gefahren, ich hab mein Sofa bezogen und ich muss sagen: Besser hätte ich es nicht treffen können! Die Wohnung liegt in North Sydney, nahe an der Harbour Bridge, die ich - zusammen mit dem Opera House - direkt von meiner Couch aus sehen konnte.
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| Blick aus dem Wohnzimmerfenster |
Mark hatte sich bereiterklärt, mir die Gegend ein bisschen zu zeigen und so sind wir dann losmarschiert an den kleinen Hafen, der in der Nähe war, vorbei an der Harbour Bridge, durch Luna Park (kleiner Eisstop hier) bis zu einem Markt direkt am Fuß der Harbour Bridge. Leider musste er dann am Nachmittag weg und ich war zum ersten Mal alleine unterwegs. Ist schon komisch, wenn man so ganz ohne jemanden, dessen Orientierung besser ist als die eigene und ohne jemanden, der Fotos von einem schießt, durch die Gegend läuft. Aber man gewöhnt sich dran und ich kann stolz auf mich sein, ich hab mich nämlich kein einziges Mal verlaufen - meinem ADAC-Reiseführer und fünf anderen Karten, die ich hier und da aufgegabelt hatte, sei Dank! Ich hab mich entschlossen, mal ein Stück über die Brücke zu gehen. Ich bin dann gelaufen und gelaufen, das Wetter war ja zum Glück viel schöner als in Brisbane, und schwupps war ich in der Stadt. Da es aber schon ziemlich spät war, hab ich nicht allzu viel Zeit dort verbracht, sondern bin wieder Richtung North Sydney gelaufen, um mich für den Abend fertig zu machen. Wir sind nämlich mit Marks Mitbewohnerin Courtney, seiner Freundin Natalie und deren Mutter Olga (beide aus Sibirien/Russland, Olga konnte leider nur Russisch, die Verständigung war also begrenzt...) Essen gegangen und danach noch in einen Club. Tja, wäre ich in einem Hostel gewesen, hätte ich diesen Tag und Abend wohl so nicht erlebt, ich bin also auf jeden Fall froh, dass ich es gewagt habe, mich bei einem "Fremden" einzuquartieren.



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