Montag, 14. Mai 2012

Skydive Rainbow Beach

" It was fucking awesome!" (So haben wir uns übrigens auch auf der Wand im Skydive-Shop verewigt :)


Haben wir es also endlich geschafft. Nachdem uns das Wetterglück ja beim ersten Versuch verlassen hatte, sind Celina und ich am Wochenende nochmal zu Rainbow Beach gefahren - vier Stunden Autofahrt übrigens - in der Hoffnung, das Wetter möge diesmal mitspielen. Und das hat es. Es war genauso schön wie schon die letzten Wochen: strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, kaum Wind, perfekt zum springen! Ich bin mit Michael am Samstag morgen losgefahren und hab Celina und einen Freund von ihr dann oben getroffen. Bevor es losgehen konnte hatte ich aber noch ein kleines Abenteuer vor mir. Da die Fahrt - wie schon gesagt - etwas länger ist, und ein Wochenende am Strand immer schöner ist, als Großstadtluft, hatten Michael und ich ausgemacht, erst am Sonntag zurückzufahren und eine Nacht am Strand zu zelten. So weit, so gut. Jetzt hat er ja aber nur einen Porsche und in den passt eben nicht so viel Gepäck. Wir haben das arme Auto also bis zum Anschlag vollgeladen und los ging es. Gott sei Dank gab es keine Probleme beim Zeltaufbauen, aber als wir unsere Taschen reinbringen wollten dann der Schock: Der Kofferraum lies sich nicht öffnen! Wir haben gerüttelt und gerüttelt, unsere Camper-Nachbarn waren natürlich auch sofort zur Stelle (jeder wollte den "Flitzer" mal anfassen) aber es lies sich nichts machen. Dabei waren doch mein Skydive-Gutschein und meine Schuhe darin! Mist! Ich hab mich schon in fremden, viel zu großen Schuhen springen sehen... Wir sind dann ein bisschen herumgefahren, um eine Autowerkstadt zu suchen, haben aber keine offene gefunden und so blieb uns nichts anderes übrig, als zum Treffpunkt mit Celina zu fahren, weil wir eine halbe Stunde später schon skydiven sollten. Auf dem Parkplatz dann wollten wir Celina und ihrem Freund vorführen, dass sich der Deckel nicht öffnen lies und -Vorführeffekt, hallo! - schwupp, war der Kofferraum offen. Also nichts wie raus mit den Taschen, in die richtigen Schuhe geschlüpft, Gutschein rausgeholt und als der Kofferraum wieder zu war, lies er sich auch natürlich wieder nicht mehr öffnen. War mir aber in diesem Moment egal, hauptsache es konnte endlich losgehen. Und das ging auch schneller als gedacht. Ich konnte gar nicht richtig schauen, haben uns unsere Instructors verschnallt und erklärt, was wir machen müssen und - zack - waren wir im Flugzeug. Das war eher ein seeehr kleines Ding, gerade groß genug für den Piloten und die zwei Skydive-Paare. Nach ein paar Minuten war ich mir dann sicher, dass wir bald da sein werden, da waren wir aber erst bei 5.000ft,. das heißt wir waren noch nicht mal bei der Hälfte... Wir sind ja von 12.000ft gesprungen. Da hatte ich dann schon ein bisschen Angst, muss ich zugeben. Aber auch nur ein bisschen. So richtig Angst hab ich dann bekommen, als mein Partner die Türe aufgemacht hat (ich sollte zuerst springen). Er hatte mich schon gewarnt, dass viel kalte Luft reinkommen würde und ich nicht erschrecken soll. Die kalte Luft war aber weniger das Problem... Als ich gesehen hab, wie weit oben wir waren, wollte ich auf einmal doch lieber zurückfliegen als springen, aber das war zu spät... Auch das am-Bein-festklammern bei meinem Partner hat nichts genützt, ich musste da raus. Also Beine raus und schon ging es los. Ich hatte ja gedacht, wir fallen mit dem Bauch voraus, wie man das auf den Bildern immer sieht. Es hat niemand was davon gesagt, dass man sich erstmal überschlägt! Das war also der dritte und glücklicherweise letzte Schock. Der Rest war super: erst der freie Fall, und dann das Segeln mit dem Schirm. Das ist natürlich bei herrlichem Wetter und über dem Meer ein Traum. Leider war das ganze viiiiel zu schnell vorbei und ich war nach gefühlten drei Sekunden schon im Sand. Zum Glück gibt es ja hunderte Bilder davon und eine DVD, auf der ich meinen Jump immermal wieder anschauen kann. So schnell war also alles vorbei. Falls ihr mal die Gelegenheit habt, solltet ihr das unbedingt machen, es ist echt -entschuldigt den Ausdruck - mega geil.

Den Abend haben wir dann am Strand verbracht (wenn man schon direkt am Meer zeltet sollte man das ausnutzen), der Kofferraum lies sich inzwischen wie durch ein Wunder wieder öffnen, sodass wir sogar was zu essen hatten. Celina und ihr Freund haben leider unseren Campingplatz nicht gefunden und so war ich schon um elf im Bett, weil nichts mehr los war. Vor der Rückfahrt sind Michael und ich dann aber noch auf eine riesige Sanddüne gewandert, von wo aus man einen klasse Ausblick hatte. Mit dem ganzen Sand hab ich mich ehrlich gesagt gefühlt, wie in Ägypten in der Wüste, aber das ist ja nichts schlechtes.
Schade, dass das Wochenende so schnell vorbei war. Ich hab echt gemerkt, wie gerne ich eigentlich in solch einer Kleinstadt leben würde. Brisbane ist zwar schön, aber doch einfach eine Stadt, während in den kleinen Orten - vor allem am Strand - die Menschen soooo locker sind, dass man sich kaum vorstellen kann, dass die auch mal arbeiten müssen. So ein Leben müsste man haben! Jeden Tag am Strand, braun gebrannt und fernab vom Großstadtgetummel!

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