Was wäre eine Woche nur ohne das Wochenende? Ich ertappe mich immer mehr dabei, wie ich eigentlich auf's Wochenende zuarbeite, immer die Tage und Arbeitsstunden zähle, bis es wieder Freitag ist. Und ist es dann erst einmal soweit, braucht man nur mal kurz zu blinzeln und schon ist wieder Montag (oder in meinem Fall manchmal Dienstag). Naja, das muss ich euch wahrscheinlich nicht erzählen, das Gefühl kennt wohl jeder. Das vergangene Wochenende war auch wieder richtig gut. Am Freitag musste ich zwar Babysitten, dafür ging es Samstag Vormittag aber gleich mit Matthiew zum Indoor-Rockclimbing. Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, wie anstrengend Klettern sein kann, es hat aber auch richtig Spaß gemacht. Da stehen wir also, krabbeln abwechselnd die Wände hoch, und auf einmal steht neben mir doch tatsächlich Ash mit seiner Freundin. Das muss ich jetzt vielleicht kurz erklären: Die beiden habe ich ganz am Anfang kennengelernt, als ich noch im Norden gewohnt habe, nachdem ich aber umgezogen bin, haben wir irgendwie den Kontakt verloren. Und so klein ist Brisbane, da treffen wir uns also tatsächlich beim Klettern am Samstag morgen wieder. Kurzerhand haben wir dann noch beschlossen, zusammen zu Mittag zu essen. Es gab Yum-Cha. ich hatte davor noch nie etwas davon gehört, bin aber begeistert. Wir gingen also in ein Chinesisches Restaurant und da fahren die ganze Zeit Bedienungen mit Wägen voller Essen an einem vorbei und stellen ganz viele kleine Körbchen mit verschiedenem Essen auf den Tisch - wenn man sie denn will. Für mich war das ein Traum! :-)

Naja, so lange hatten wir dann auch nicht Zeit, weil Marlee am Mittwoch Geburtstag hatte und wir uns abends alle bei Matthiew treffen wollten. Dafür musste natürlich noch ein Kuchen her, wir haben aber nur einen gekauft und schön mit Erdbeeren und Kerzen dekoriert. War trotzdem lecker. Nach ein paar netten Trinkspielen und viel Sekt und Wein haben wir uns später am Abend auf in die Stadt gemacht, es war ja am Samstag der 'offizielle' St. Patrick's Day und demnach waren die Pubs natürlich auch bis zum Rande gefüllt. Wir haben aber noch ein Plätzchen gefunden, uns ein bisschen Bier (Apfel-Cider für mich) besorgt und irgendwann hat es uns natürlich auf die Tanzfläche gezogen. Da ist mir mal wieder aufgefallen, wie so ein bisschen Alkohol die Menschen verändert. Das Publikum war größtenteils in den 40ern und 50ern, was, weiß Gott, nicht schlimm ist, nur jetzt sieht man diese Leute, die am Tag wahrscheinlich in ihren Büro in den riesigen Hochhäusern sitzen und Geld hin- und herschieben, mit lustigen grünen Hüten auf dem Kopf, verrutschten Kleidern, die Dinge zum Vorschien bringen, die keiner sehen will, wie sie auf der Tanzfläche herumwirbeln und ihre Jugend anschienend noch einmal durchleben... seeeehr amüsant.
Nach einem traditionellen Kebab (feiern macht einfach hungrig) und einer halben Stunde Anstehen in der Taxi-Schlange, konnten wir uns endlich auf den Heimweg machen. Hätte der Taxifahrer gewusst, wo er hinmuss, wäre es bestimmt schneller gegangen, aber wir haben es dann mit vereinten Kräften doch geschafft.
Soweit der Samstag.
Am Sonntag wollte ich es ein bisschen ruhiger angehen lassen, hab mich mit einem Freund zum Mittagessen getroffen und bin danach mit einem anderen Bekannten auf einen Berg gefahren, der ca eine Stunde Fahrt von Brisbane entfernt liegt. Das Wetter war leider eher durchwachsen aber die Aussicht war trotzdem wahnsinn!
Tja, leider ist mein Wochenende jetzt wieder vorbei, eures ja auch, ich muss von heute Nachmittag bis Mittwoch Nachmittag die Kids hüten, weil die Eltern beide von der Arbeit her weg müssen. Na Halleluja!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen