Dienstag, 7. Februar 2012
Just another one...
Da sitze ich am Fußende meines Bettes, will mich fertig machen zum schlafen und was sehen meine müden - und kurzsichtigen - Augen da? Da rennt irgendein großer, fetter schwarzer Käfer oben an der Wand über meinem Bett herum. Erst habe ich gehofft, das ganze ist nur eine Folge von der Flasche Wein, die ich während und nach dem Abendessen getrunken habe, jedoch waren das ja keine Drogen, nur Wein, der Käfer musste also echt sein. Jetzt war ich natürlich hin- und hergerissen. Soll ich stehenbleiben (ich war inzwischen aufgesprungen und so weit wie möglich weggelaufen) und das Ding beobachten, damit es ja nicht wegrennt und sich irgendwo im Zimmer verkriecht? Aber das geht ja nicht die ganze Nacht lang... Dann also doch hochlaufen und Craig holen? Erst wollte ich oben anrufen, dabei wäre ich mir aber doch affig vorgekommen. Deshalb also doch schnell nach oben hüpfen, so unauffällig und ruhig wie möglich natürlich, damit mich nicht alle für so n empfindliches Ding halten. Craig war aber ganz lieb und ist sofort mitgekommen. Gott sei Dank, war das Monster noch da. Mein Gastvater hat dann mit den Worten 'It's just a very big cockroach' (soll heißen: 'Ach, nur ne mega große Kakerlake') versucht das Ding zu fangen, Kakerlaken rennen nur leider wahnsinnig schnell, und so mussten wir erst noch mein Bett verschieben und Craig musste auf Knieen durch mein Zimmer kriechen, bis wir - also ich nur als passiver Teilnehmer der Jagd - das verdammte Vieh gefangen und erledigt hatten. Ich hasse Kakerlaken! In keinem anderen Haus, in dem ich bisher gelebt habe, hatten wir das Ungeziefer! (Und das Haus hier ist, muss ich ehrlich sagen, bei Weitem das, das am meisten geputzt wird) Clancy sagt, die sind im Moment so viel im Haus, weil es so schwül und heiß ist, da rennen die überall rum. Toll! Das ist dann halt doch der Vorteil von einem deutschen Winter: es gibt keine riesen Käfer und andere Kreaturen. Wenn ich mir die Bilder von den gefrorenen Seen so anschaue, bekomme ich sowieso immer mehr Lust, auch mal - eingepackt in fetter Jacke, Mütze, Schal, Handschuhen und Winterstiefeln - über's Eis zu laufen. Tauschen will ich trotzdem nicht. Der nächste Winter kommt ja bestimmt.
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