Um mal wieder ein bisschen Abwechslung zu haben und nicht nur immer in der Stadt zu hängen -nichts gegen Brisbane aber manchmal ist es doch mal ganz schön, dem 'Großstadtdschungel' zu entfliehen-, bin ich gestern mit Dan in den Australia Zoo gefahren. Nur kurz zur Erläuterung: Dan und ich tanzen zusammen Salsa. Zurück zum Thema. Früh um neun ging es also los Richtung Sunshine Coast. Man konnte schon ahnen, dass es einer der heißesten Tage werden würde, aber dafür gibt es ja Sonnencreme und Hüte. Eine Stunde später waren wir dann an Steve Irwin's Zoo angekommen. Ich hoffe, Steve Irwin sagt euch noch was. Er war ja immerhin der Crocodile Hunter schlechthin, ist dann aber leider durch einen Rochenstich gestorben. So und dieser Steve Irwin hat zu Lebzeiten den Reptilien-Zoo seiner Eltern erweitert, ihn irgendwann 'Australia Zoo' getauft und durch seinen Namen zum wohl berühmtesten und wohlhabendsten (Coca-Cola ist einer der Hauptsponsoren) Zoo Australiens gemacht. Inzwischen leiten den Zoo seine Tochter Bindi, die auch die ganzen Fernseh-Shows übernommen hat, und seine amerikanische Frau. Warum ich das 'amerikanisch' so betone, werdet ihr später noch merken. Dort angekommen ist mein alter Schülerausweis erstmals zum Zug gekommen, damit ich durch den Studentenrabatt "nur" 49$ für Zoo- und Tierkrankenhaus-Besuch zahlen musste. Wiedermal ein echtes australisches Schnäppchen! Dafür ist der Zoo aber auch wirklich riesengroß und schön angelegt, immerhin. Auf die Tierwelt selbst werde ich jetzt nicht groß eingehen, es gab, wie ihr euch das wahrscheinlich schon denken könnt, allerhand australische Tiere, wie Wombats, Kängurus, Wallabies (also kleine "Kängurus"), tasmanische Teufel, Dingos, Vögel Koalas und die Hauptattraktion: Krokodile. Dafür wurde extra ein Crocoseum gebaut, also ein Stadion, in dem dann die Krokodil-Show abgezogen wird. Und hier kommen wir zu dem amerikanischen Einschlag. Das ganze war nämlich wirklich sehr...naja, übertrieben und n bisschen affig. Ich wollte einfach nur sehen, wie sie die Krokodile füttern und nicht erst einen "Jubel-Kontest" gewinnen, den das Maskottchen entscheidet. Ich will hier jetzt auf keinen Fall die Ami-Fans unter euch beleidigen, mir war das ganze einfach gesagt n bisschen zu blöd und ob Steve Irwin selbst das so toll gefunden hätte, weiß man nicht, weil das alles ja, wie gesagt, von seiner Frau kommt. Egal, die eigentliche Show war trotzdem ganz nett und danach ging es sofort weiter nach Süd-Ost-Asien und Afrika (also nicht wirklich, nur in die Themenbereiche), wo es auch ein paar exotischere Tierchen wie Elefanten, Zebras, Giraffen und so weiter zu sehen gab. Natürlich wurde auch hier überall in den Gehegen Tiershows geliefert, die aber wirklich ganz unterhaltsam waren. Nachdem die Mittagshitze dann überhaupt nicht mehr auszuhalten war und man selbst im Schatten keine Erholung mehr fand, haben wir uns auf den Weg ins (klimatisierte) Tierkrankenhaus gemacht, wo man durch eine Glasscheibe beobachten kann, wie die 'Patienten' operiert und behandelt werden bzw wie sie sich erholen. Da das ganze nicht wirklich groß ist und man innerhalb von zwei Minuten durchgelaufen war, haben wir uns noch für einen Strandabstecher nach Bribie Island entschieden. Durch die letzten Fluten glich das Meer da zwar eher einem See (trüb mit matschigem Boden), aber zum erfrischen war es trotzdem super und außerdem muss man sich nach so einem anstrengenden Tag im Zoo ja auch ein bisschen erholen.
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